Wer über Airbnb bucht, kann der Unterkunft künftig einen Airbnb Wetterschutz hinzufügen. Übersteigt der Niederschlag am Urlaubsort einen vorab festgelegten Wert, löst das eine automatische Auszahlung der Versicherung aus. Verfügbar ist das Angebot unter anderem in Österreich und Deutschland.
Was Airbnb anbietet
Nach Angaben von Airbnb wird der Niederschlag am Aufenthaltsort mit unabhängigen Radar-, Satelliten- und Vorhersagedaten in Echtzeit gemessen. Erreicht oder überschreitet die Regenmenge an einem Tag die vorab festgelegte Schwelle, erhalten Gäste eine automatische Benachrichtigung über ihren Auszahlungsanspruch. Ein Schaden muss weder dokumentiert noch gemeldet werden. Abgewickelt wird die Police durch den Versicherer Chubb.
Wann gezahlt wird
Airbnb zufolge wird für jeden Urlaubstag ausgezahlt, an dem in der Zeitspanne von 8 bis 20 Uhr Ortszeit stündlich mindestens 1,5 Millimeter Regen niedergehen.
Wie viele Stunden diese Schwelle erreicht sein muss und wie hoch die Auszahlung pro Tag ausfällt, steht im jeweiligen Versicherungszertifikat und variiert je nach Buchung. Zum Vergleich: Der Deutsche Wetterdienst stuft erst eine Niederschlagsmenge von weniger als 2,5 Millimetern pro Stunde als leichten Regen ein.
Was die Police ausschließt
Der Wetterschutz gilt ausschließlich für Regen. Schnee, Hagel, Schneeregen, Eis oder Wind sind nicht mitversichert. Ebenso ausgenommen sind Langzeitaufenthalte ab 30 Tagen sowie nukleare, chemische oder biologische Ereignisse.
Buchbar ist die Absicherung für Trips innerhalb des eigenen Landes wie auch für Auslandsreisen, allerdings nur für Gäste, die in einem von zehn Ländern wohnen: Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Schweden oder Spanien. In Dänemark, Polen und Schweden ist es laut Airbnb das erste Versicherungsangebot, das überhaupt über die Plattform buchbar ist.
Rechenbeispiel
Die Prämie beträgt im Schnitt 4,9 % des Reisepreises, gedeckelt bei maximal 10 %. Bei einem Reisepreis von 500 Euro liegt die durchschnittliche Prämie damit bei rund 24,50 Euro, im Höchstfall bei 50 Euro. Regnet es während des Aufenthalts an einem einzigen Tag ausreichend stark, kann die Auszahlung je nach Zertifikat zwischen 50 und 1.000 Euro betragen und damit die Versicherungskosten um ein Vielfaches übersteigen.
Wie Gäste buchen
Der Wetterschutz lässt sich direkt beim Buchungsvorgang einer Unterkunft über Airbnb hinzufügen. Die genauen Bedingungen, also die geforderte Stundenzahl mit Regen und die Höhe der möglichen Auszahlung, stehen im Versicherungszertifikat, das Gäste vor Abschluss einsehen können.