Die Wehrpflicht-Kosten für Österreichs Bundesheer-Reform belaufen sich auf fast eine Milliarde Euro bis 2031. Betroffen sind erstmals jene jungen Männer, die ab 2027 zur Stellung antreten, zusätzlich wächst die Belastung für den Staatshaushalt Jahr für Jahr.
Die Zahlen im Detail
Zwischen 2027 und 2031 rechnet man mit Mehrausgaben von insgesamt 984,6 Millionen Euro. Im ersten Jahr der Reform, 2027, liegen die jährlichen Nettokosten bei 17,5 Millionen Euro, bis 2031 steigen sie auf 267,8 Millionen Euro jährlich. Das neue Regelwerk soll am 1. Jänner 2027 in Kraft treten.
Wer einrücken muss
Künftig sollen jährlich 15.500 Wehrpflichtige einrücken. Die Grundausbildung wird verlängert und inhaltlich verdichtet, die Miliz soll stärker in das Gesamtgefüge des Bundesheeres eingebunden werden. Bis 2032 soll die Mobilmachungsstärke des Bundesheeres auf 75.000 Personen anwachsen.
Zivildienst wird länger
Parallel zur Wehrpflicht wird der Zivildienst von neun auf elf Monate verlängert. 2027 und 2028 bleibt die längere Dienstzeit zunächst eine freiwillige Option, die jeweils mit 1,6 Millionen Euro an zusätzlichen Kosten zu Buche schlägt. Ab 2029 wird die längere Dienstzeit verpflichtend, dann fallen jährlich zusätzlich 7,3 Millionen Euro an.
Politische Hürden
Die Reform benötigt eine Zweidrittelmehrheit im Nationalrat. Die Regierung ist damit auf die Stimmen mindestens einer Oppositionspartei angewiesen, infrage kommen FPÖ oder Grüne. Ohne diese Unterstützung lässt sich das Vorhaben nicht umsetzen.
Vergleich mit Deutschland
In Deutschland verläuft die Reform anders: Der Wehrdienst bleibt dort freiwillig, künftig werden aber alle jungen Männer verpflichtend gemustert. Nur wenn die Bundeswehr nicht genug Freiwillige findet, kann der Bundestag über eine Rückkehr zur Wehrpflicht entscheiden.
Bis 2035 soll die Truppe auf rund 460.000 aktive Soldaten und Reservisten wachsen, für die Änderungen bis 2029 werden rund 2,7 Milliarden Euro zusätzliche Ausgaben im Bundeshaushalt erwartet.
Im ersten Halbjahr 2025 gingen bei der Bundeswehr rund 36.000 Bewerbungen ein, acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, eingestellt wurden rund 13.750 Soldatinnen und Soldaten, ein Plus von 28 %. Ende Oktober 2025 lag die Personalstärke der Bundeswehr bei rund 184.000 Personen.
Kaufland hat Chargen von Beba, Aptamil und Milumil zurückgerufen, die bereits im Februar 2026 wegen einer Cereulid-Belastung aus dem Verkauf genommen worden waren, aber erneut in Filialen auftauchten.
Ein Personalvermittler aus Oberösterreich hat ein Sanierungsverfahren beantragt, weil über Jahre die Kosten stiegen und Ratenzahlungen an Gläubiger nicht mehr möglich waren.