Das FLEX-Capital-Portfoliounternehmen Omikron, bekannt für die Zahlungsverkehrslösung multicash, hat sich mit dem Treasury-Anbieter COPS zusammengeschlossen, der die Software corima entwickelt. Statt als eigenständige Wettbewerber am Markt zu bleiben, bündeln beide Firmen ihre Technik zu einem gemeinsamen Anbieter mit rund 150 Mitarbeitenden und mehr als 700 Firmenkunden.
- Die neue Gruppe ist an vier Standorten vertreten: Köln, Wien, Wetzlar und Hamburg.
- Multicash deckt Zahlungsverkehr und Cash Management ab, corima Treasury, Risikomanagement, Accounting und Liquiditätsmanagement.
- Omikron und COPS arbeiteten bereits seit Jahren als Produktpartner zusammen.
- Dr. Daniel Appelhoff führt die fusionierte Gruppe künftig als CEO.
Die Entscheidung und ihr Ergebnis in Zahlen
Statt die Partnerschaft wie bisher lose fortzuführen, entschieden sich Omikron und COPS für den vollständigen Zusammenschluss. Ergebnis ist eine Gruppe mit etwa 150 Mitarbeitenden und mehr als 700 Unternehmen als Kunden. Damit entsteht im deutschsprachigen Raum ein Anbieter, der Zahlungsverkehr und Treasury-Management aus einer Hand abdeckt.
Die Ausgangslage von Omikron als FLEX-Capital-Portfoliounternehmen
Omikron gehört zum Portfolio von FLEX Capital. Der Investor hatte das Unternehmen 2023 übernommen, um daraus eine führende Plattform für CFO-Software aufzubauen. Multicash, die Kernsoftware von Omikron, war zu diesem Zeitpunkt bereits ein etablierter Name im Zahlungsverkehr und im Cash Management von Unternehmen.
COPS brachte mit corima ein ergänzendes Angebot mit: Software für Corporate Treasury, Risikomanagement, Accounting und Liquiditätsmanagement. Beide Firmen kannten sich gut, denn sie kooperierten bereits seit mehreren Jahren als Produktpartner, bevor es zum Zusammenschluss kam.
Was gegen den Zusammenschluss sprach
Zwei eigenständige Softwarehäuser mit eigener Kundenbasis, eigener Marke und eigener Organisation zu verschmelzen, bringt Risiken mit sich: unterschiedliche Unternehmenskulturen, doppelte Strukturen und die Frage, wessen Produkt künftig im Mittelpunkt steht. Gerade weil Omikron und COPS zuvor als unabhängige Partner zusammenarbeiteten, hätte eine lose Kooperation ohne Fusion der naheliegendere, risikoärmere Weg sein können.
Wie die Fusion umgesetzt wurde
Statt eines Bruchs setzte die Gruppe auf Kontinuität in der Führung. Die früheren COPS-Geschäftsführer Lukas Steiner, Martin Zavadil und Christopher Lapp bleiben Teil der Geschäftsleitung. Die Gesamtführung der fusionierten Gruppe übernimmt Dr. Daniel Appelhoff als CEO.
Organisatorisch bündelt die Gruppe ihre Teams an den vier Standorten Köln, Wien, Wetzlar und Hamburg.
Das Ziel: eine integrierte Plattform für CFO-Prozesse
Erklärtes Ziel des Zusammenschlusses ist eine integrierte End-to-End-Plattform, die Zahlungsverkehr, Treasury, Risikomanagement, Accounting und Liquiditätsmanagement in einer Softwareumgebung zusammenführt. Für Finanzabteilungen soll damit ein zentraler Baustein für CFO-Prozesse entstehen, der bislang auf mehrere Einzellösungen verteilt war.
Was andere Unternehmer daraus lernen können
Der Zusammenschluss von Omikron und COPS zeigt, wie aus einer langjährigen Partnerschaft eine gemeinsame Strategie werden kann, statt nur Konkurrenten zu bleiben.
- Bestehende Produktpartnerschaften sind eine gute Basis für einen späteren Zusammenschluss, weil sich die Teams bereits kennen.
- Kontinuität in der Führung senkt das Risiko nach einer Fusion – bisherige Geschäftsführer blieben an Bord.
- Eine integrierte Plattform kann attraktiver sein als zwei getrennte Speziallösungen, wenn Kunden ohnehin beide Bereiche benötigen.
- Nicht jede Fusion braucht öffentliche Zahlen: Vertraulichkeit bei finanziellen Details ist in der Praxis üblich und kein Hindernis für die Umsetzung.