Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung hat einen bundesweiten Bankentest zur Baufinanzierung durchgeführt. Von 219 geprüften Regionalbanken erreichten 123 Institute das Prädikat SEHR GUT. Grundlage waren Beratungsgespräche sowie ein überarbeiteter Digital-Check.
Testsieger bei der Baufinanzierung
Für den Test wurden mehr als 200 deutsche Regionalbanken im Bereich der Baufinanzierungsberatung bewertet. Insgesamt nahmen 219 Institute teil, 123 davon erzielten eine Gesamtnote besser als 2,0 und damit das Prädikat SEHR GUT. Das Testfeld umfasste jeweils die 100 größten Genossenschaftsbanken und Sparkassen sowie Institute, die bereits an einem früheren Test teilgenommen hatten. Die Ergebnisse werden in sieben Regionen veröffentlicht.
Das Siegel trägt den Namen SEHR GUT in der Baufinanzierung 2025, wie dasinvestment.com berichtete.
So lief der Test ab
Das Testverfahren stützt sich auf mehr als 200 Beratungsgespräche, die 2024 mit Regionalbanken geführt wurden. Die Tester verfügten über eine bankspezifische Ausbildung und arbeiteten mit einem standardisierten Fragenkatalog und Analysebogen. Geprüft wurde unter anderem, ob die Beratung neben der reinen Finanzierbarkeit auch finanzielle Lebensrisiken thematisierte.
Beratung mit Substanz
Eine optimale Beratung zur Baufinanzierung sollte laut der Gesellschaft für Qualitätsprüfung Themen wie Zinsbindung, Laufzeit, Bausparverträge und KfW-Darlehen umfassen. Ergänzend gehören Krankentagegeld, Berufsunfähigkeitsabsicherung, Bausparen und Altersvorsorge dazu. Junge Erwachsene informieren sich überwiegend im Internet über die Eckdaten einer Immobilienfinanzierung, bevor sie ein Beratungsgespräch suchen. Regionalbanken bleiben dabei der bevorzugte erste Ansprechpartner.
Baufinanzierung im deutschen Markt
Der Markt für Baufinanzierung zeigt eine klare Verteilung: 2022 hielten Sparkassen knapp ein Drittel aller Verträge in der Finanzierung des privaten Wohnungsbaus, Genossenschaftsbanken kamen auf 25,8 % und Kreditbanken auf 21,6 %. Etwa 45 % der Deutschen bewohnen eine eigene Immobilie, rund jeder zweite besitzt Wohneigentum.
Digitale Angebote zählen mit
Für die aktuelle Auflage wurde der sogenannte Digital-Check überarbeitet und inhaltlich ausgeweitet. Er fließt nun zu 30 % in die Gesamtbewertung ein und prüft das Informationsangebot zur Baufinanzierung auf der Bank-Website sowie Art und Umfang digitaler Dienstleistungen wie die Online-Terminvereinbarung.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.