Samsung Electronics hat im dritten Quartal 2026 einen operativen Gewinn von rund 71 Milliarden Euro erzielt. Trotz des Rekordergebnisses fiel die Aktie in Seoul am Tag der Veröffentlichung deutlich.
Der koreanische Technikkonzern ist der größte Speicherchiphersteller der Welt. Der aktuelle Gewinnsprung geht vor allem auf stark gestiegene Preise für Speicherchips zurück, die durch den weltweiten Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz ausgelöst wurden.
Wie hoch ist der Samsung-Gewinn tatsächlich?
Der operative Gewinn lag damit fast neunmal so hoch wie im Vorjahresquartal. Daneben meldete Samsung Electronics einen Umsatz von rund 130 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresquartal. Detaillierte Quartalszahlen will Samsung Electronics am 29. Oktober vorlegen.
Warum fällt die Samsung-Aktie trotz Rekordgewinn?
Die Anleger hatten für das dritte Quartal noch bessere Ergebnisse erwartet. Weil das tatsächliche Resultat unter diesen Erwartungen blieb, reagierte die Börse mit Kursverlusten. Die Samsung-Aktie hat ihren Wert im laufenden Jahr 2026 zwar bereits mehr als verdoppelt, der südkoreanische Konkurrent SK Hynix legte an der Börse aber noch deutlicher zu.
Beide Speicherchiphersteller zusammen stehen für gut die Hälfte der Marktkapitalisierung des südkoreanischen Leitindex Kospi. Das zeigt, wie stark der gesamte koreanische Aktienmarkt derzeit vom Boom rund um Künstliche Intelligenz abhängt.
- Aktienkurs: minus knapp zwei Prozent am Tag der Veröffentlichung
- SK Hynix: deutlicherer Kursgewinn 2026 als Samsung
Was bedeutet der Speicherchip-Boom für Kunden in Österreich und Deutschland?
Besonders gefragt sind derzeit schnelle HBM-Chips (High Bandwidth Memory), die in KI-Rechenzentren verbaut werden. Der Ausbau dieser Rechenzentren treibt die Nachfrage nach Speicherchips insgesamt stark an und lässt die Preise rasant steigen.
Samsung Electronics hat keine Angaben dazu gemacht, ob sich dies unmittelbar auf Preise von Laptops, Smartphones oder anderer Elektronik im Handel in Österreich oder Deutschland auswirkt. Wer genauere Einblicke in die Geschäftsentwicklung sucht, kann die für den 29. Oktober angekündigten detaillierten Quartalszahlen des Unternehmens abwarten.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.