Skipass-Tageskarten kosten 2027 oft mehr als 80 Euro pro Tag. Umgerechnet auf die tatsächliche Nutzungsdauer ergibt sich daraus laut einer Analyse einer Tourismusberatung ein deutlich niedrigerer Stundensatz – damit liegt Skifahren im Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten im Mittelfeld.
So berechnet sich der Preis
Die Tourismusberatung legt ihrem Freizeitaktivitäten-Preisvergleich 2027 eine aktive Pistennutzung von fünf Stunden pro Skitag zugrunde. Bei einem Tagespreis von 81 Euro ergibt das einen Stundensatz von exakt 16,20 Euro.
Damit relativiert sich die Diskussion über Tageskarten jenseits der 80-Euro-Marke: Wer den ganzen Tag auf der Piste verbringt, zahlt pro Stunde deutlich weniger, als der Blick auf den Tagespreis zunächst vermuten lässt.
Vergleich mit anderen Sportarten
Im direkten Vergleich zeigt sich, dass Skifahren keineswegs an der Spitze der Freizeitkosten steht. Reiten kostet der Erhebung zufolge mit rund 50 Euro pro Stunde am meisten, gefolgt von Golf mit etwa 31 Euro und Bowling mit rund 25 Euro pro Stunde.
Geführtes Rodeln mit Bergbahnfahrt liegt bei etwa 18 Euro pro Stunde, ein Thermenbesuch bei rund 15 Euro. Klettern ist je nach Angebot mit 6 bis 14 Euro pro Stunde die günstigste der verglichenen Aktivitäten.
Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied in der Nutzungsdauer: Ein Skipass öffnet fast den ganzen Tag die Tore zu einem kompletten Skigebiet, während zahlreiche andere Freizeitangebote von vornherein nur für ein bis drei Stunden gedacht sind.
Warum die Preise so hoch sind
Hinter einem Skipass steht laut der Analyse eine besonders kapital- und personalintensive Infrastruktur: Seilbahnen, Lifte, Beschneiungsanlagen und der Fuhrpark zur Pistenpräparierung müssen angeschafft und gewartet werden, dazu kommen Personal- und Sicherheitsaufwendungen.
Laut Experten der Tourismusberatung müssen sich diese hohen Investitionen in die Infrastruktur innerhalb einer vergleichsweise kurzen Wintersaison amortisieren. Zusätzlich hätten gestiegene Kosten für Energie, Rohstoffe und Personal die Betriebsausgaben in den vergangenen Jahren spürbar erhöht.
Was das für Skifahrer bedeutet
Auf Stundenbasis sei Skifahren damit keineswegs außergewöhnlich teuer.
Trotzdem bleibt der hohe absolute Einstiegspreis für Familien und Gelegenheits-Skifahrer eine Hürde, denn eine Tageskarte muss vorab in voller Höhe bezahlt werden, unabhängig davon, wie viele Stunden am Ende tatsächlich auf der Piste verbracht werden. Ob die Preisgestaltung akzeptiert wird, hängt nach Einschätzung der Tourismusberatung von der Einkommensentwicklung und der individuellen Verweildauer der Gäste ab.