Mehrere beliebte Reiseziele erhöhen die Touristensteuer für ausländische Besucher. Barcelona verlangt inzwischen je nach Unterkunft bis zu 15 Euro pro Nacht und Person zusätzlich. Thailand plant eine neue Einreisegebühr, die Urlauber künftig einplanen müssen.
Neue Gebühr in Thailand
Das thailändische Tourismusministerium bereitet eine pauschale Gebühr von 450 Baht pro Person vor, umgerechnet rund 13,50 US-Dollar. Der National Tourism Policy Committee prüfte zuletzt die Grundprinzipien des Gebührenschemas und die Entwürfe der Regelungen für ausländische Touristen. Ein früherer Plan sah noch 300 Baht für Flugankünfte und 150 Baht für Land- oder Seereisen vor, der jetzt verworfen wurde.
Die Einführung erfolgt in zwei Schritten. Zuerst zahlen Flugreisende, 180 Tage nach Veröffentlichung im Royal Gazette, erwartet wird Anfang 2027. Land- und Seereisende folgen etwa 360 Tage später. Die Verzögerung soll Probleme an Grenzübergängen vermeiden, besonders an der Grenze zu Malaysia.
Barcelona wird teurer
In Barcelona wurde die Touristensteuer bereits angehoben. Je nach Unterkunftskategorie werden zwischen 10 und 15 Euro pro Person und Nacht fällig. Die Abgabe kommt zu Übernachtungs- und Reisekosten hinzu und betrifft jeden Gast unabhängig von der Aufenthaltsdauer.
Warum die Abgaben steigen
Einnahmen sollen teilweise in den Ausbau der Tourismusinfrastruktur und in bessere Sicherheitsstandards fließen.
Reisende sollen zudem von einer Verknüpfung mit einem Versicherungs- oder Schutzsystem für Ausländer profitieren. Weltweit führen Reiseziele laut Bild zunehmend Sonderabgaben, Klimagebühren und Eintrittsgebühren ein, um Folgen des Massentourismus zu finanzieren.
Kosten für Urlauber
Bei einer fünfnächtigen Reise nach Barcelona kommen pro Person zwischen 50 und 75 Euro an Touristensteuer hinzu, gerechnet mit 10 bis 15 Euro pro Nacht. Für ein Paar, das 2027 nach Thailand einreist, würde die geplante Gebühr von 13,50 US-Dollar pro Person zusammen rund 27 US-Dollar zusätzlich kosten, sobald das System für Flugankünfte greift.
Zahlung und Ablauf
Für die Erhebung in Thailand prüfen Behörden fünf mögliche Zahlungskanäle. Im Gespräch ist eine Einbindung über Flugtickets oder über das Thailand Digital Arrival Card System, das die frühere Papiereinreisekarte ersetzt und vor Einreise ausgefüllt werden muss.
Die Digital Arrival Card selbst bleibt kostenpflichtig. Geprüft wird außerdem, die Gebühr an einen festen Versicherungszeitraum zu koppeln: Ein einzelner Gebührentransfer könnte dann mehrfache Einreisen über einen Monat abdecken und so Grenzgänger mit häufigen Fahrten entlasten.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.