Der Wochenrückblick zur Kalenderwoche 40/2026 zeigt eine überraschende Wende: Mit nur 29.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft blieb der US-Arbeitsmarkt im September deutlich hinter den erwarteten 90.000 Stellen zurück. Zusammen mit milderen Inflationsdaten nimmt der Druck auf die US-Notenbank ab, die Zinsen im Oktober weiter zu erhöhen.
Wer den Wochenrückblick verfolgt, erkennt vier zentrale Punkte:
- Nur 29.000 neue Stellen statt der erwarteten 90.000
- Arbeitslosenquote steigt von 4,1 % auf 4,2 %
- Lohnwachstum verlangsamt sich auf 3,0 %
- Goldpreis klettert auf rund 4.140 US-Dollar
Wochenrückblick KW 40: Nur 29.000 neue Stellen verändern die Erwartungen
Die Zahl von 29.000 neuen Arbeitsplätzen im September liegt weit unter der von Fachleuten erwarteten Marke von 90.000 Stellen. Außerdem revidierten die Statistiker die Beschäftigungswerte der beiden Vormonate Juli und August gemeinsam um 60.000 Stellen nach unten. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote von 4,1 % auf 4,2 %, während sich das jährliche Lohnwachstum von zuvor rund drei Prozentpunkten auf 3,0 % abschwächte.
Die Ausgangslage vor der Entscheidung der Fed
Vor diesen Daten stand die US-Notenbank unter Beobachtung: Monatelang hatten robuste Beschäftigungszahlen Spielraum für weitere Zinserhöhungen geboten. Die schwächeren Werte für September zusammen mit milderen Inflationszahlen nach dem PCE-Index verschieben nun die Erwartungen der Marktteilnehmer. An den Börsen behaupteten sich Technologieaktien in dieser Woche stärker als andere Anlageklassen, während Anleihen und Edelmetalle unter Druck standen.
Was gegen eine sofortige Zinspause sprach
Trotz der schwachen Jobdaten ist eine Zinspause keine ausgemachte Sache. Die US-Notenbank hält grundsätzlich an ihrem Kurs steigender Zinsen fest, auch wenn die Dringlichkeit abnimmt. Der Präsident der Federal Reserve Bank of New York, John Williams, und Fed-Vizechef Philip Jefferson signalisierten, dass bei weiteren geldpolitischen Schritten keine Eile bestehe. Für Oktober wird daher ein Aussetzen weiterer Zinserhöhungen erwartet, ohne dass die grundsätzliche Richtung aufgegeben wird.
Zusätzliche Entlastung brachte die Freigabe strategischer Öl- und Dieselreserven, die für Erleichterung an den Märkten sorgte. Der Goldpreis liegt mittlerweile bei rund 4.140 US-Dollar, ein Niveau, das die veränderte Risikoeinschätzung vieler Anleger widerspiegelt.
Was Unternehmer aus den Zinstauben-Signalen lernen können
Für Unternehmerinnen und Unternehmer im DACH-Raum liefert dieser Wochenrückblick mehrere Lehren:
- Schwächere US-Arbeitsmarktdaten können Finanzierungskosten weltweit beeinflussen
- Eine Zinspause der Fed wirkt sich häufig auf Wechselkurse und Exportgeschäfte aus
- Steigende Goldpreise gelten oft als Signal für erhöhte Unsicherheit an den Märkten
- Technologiewerte zeigten sich in dieser Woche widerstandsfähiger als andere Anlageklassen
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.