In der Nacht auf den 28. September 2026 wurde vom Flugplatz Mauterndorf im Lungau ein Hubschrauber vom Typ Robinson R44 gestohlen, der für das Unternehmen von Thomas Morgenstern im Einsatz war. Die Täter brachen in einen Hangar ein, tankten die Maschine mit 365 Litern Treibstoff und flogen damit Richtung Süden davon. Der dreifache Olympiasieger im Skispringen musste seinen Flugbetrieb daraufhin vorerst einstellen.
Mit dem Hubschrauber bot das Unternehmen Rundflüge und persönliche Erlebnisflüge an. Morgenstern selbst ist nach Angaben seines Sprechers nicht Eigentümer der Maschine, sondern betreibt sie für Dritte. Genau dieser plötzliche Ausfall der Flugplattform zwingt ihn nun, öffentlich über die Zukunft des Betriebs zu sprechen.
Wie kam es zu dem Diebstahl?
Der Hubschrauber startete gegen 1.50 Uhr aus dem Hangar, nachdem Unbekannte durch die Hintertür eingebrochen waren. Ein Vereinsmitglied hörte die Startgeräusche, erreichte den regulären Piloten jedoch nicht. Die Täter sollen den genutzten Rangierwagen nach dem Diebstahl ordentlich zurückgestellt und die Maschine an der Flugplatz-Tankstelle vollgetankt haben.
Welche Chancen hat Morgenstern, den Helikopter zurückzubekommen?
Der Hubschrauber wurde später über Kroatien geortet, Polizei, Austro Control und das Bundesheer suchen seither gemeinsam nach der Maschine. Morgenstern selbst rechnet nach eigener Einschätzung nur mit geringen Chancen, dass der Helikopter je zurück in den Hangar kommt: Je mehr Zeit vergehe, desto leichter lasse sich die Maschine verstecken, in einer Scheune unterbringen oder zerlegen.
Einen einfachen Weiterverkauf des Hubschraubers oder seiner Teile in Europa hält er für unwahrscheinlich, weil Luftfahrtteile Seriennummern und feste Ablauffristen tragen und sich kaum legal in ein anderes Luftfahrzeug einbauen lassen.
Wie geht es mit dem Flugbetrieb weiter?
Trotz der Unsicherheit über den Verbleib der Maschine betont Morgenstern, dass Aufgeben für ihn keine Option sei. Notwendige Abklärungen und Planungen für eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs laufen bereits, konkrete Flugtermine kann das Unternehmen derzeit aber nicht verbindlich zusagen.
Das Unternehmen nimmt weiterhin Anfragen entgegen. Morgenstern hofft, in den kommenden Wochen genauere Informationen zur Wiederaufnahme geben zu können, und bedankt sich für Verständnis, Geduld und aufmunternde Nachrichten von Unterstützern.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.