Die Deutsche Telekom bietet seit dem Frühjahr 2026 einen Satelliten-Internetdienst für Geschäftskunden an, der zusammen mit Starlink entwickelt wurde. Ein weiterer Dienst soll künftig auch Mobilfunklöcher direkt auf dem Handy schließen.
Für Kunden in schlecht versorgten Regionen ist vor allem der zweite Schritt interessant: Während der aktuelle Dienst nur für Unternehmen gedacht ist, soll der spätere Satellite-to-Mobile-Dienst normale Mobiltelefone ohne Zusatzgerät versorgen.
Was bietet der Satelliten-Dienst für Firmenkunden schon heute?
Der Dienst mit dem Namen Satellite Internet Access by Starlink richtet sich an Organisationen und Unternehmen. Nach Angaben der Deutschen Telekom schafft er im Download-Tempo bis zu 400 Megabit pro Sekunde, beim Hochladen sind es bis zu 40 Megabit pro Sekunde.
Die Verzögerung bei der Datenübertragung bewegt sich zwischen 20 und 60 Millisekunden, und Starlink verspricht eine Verfügbarkeit von mindestens 99,9 %. Erste Pilotprojekte laufen bereits, unter anderem mit einer Brauereikette in Ostdeutschland.
Wann kommt Satelliten-Empfang fürs normale Handy?
Der eigentliche Fortschritt für Kunden mit Funklöchern soll laut Deutscher Telekom ab 2028 kommen: der sogenannte Direct-to-Cell-Dienst. Starlink plant dafür den Einsatz seiner neuen V2-Satellitengeneration, mit der sich Downloadraten von bis zu 150 Megabit pro Sekunde unmittelbar auf dem Mobiltelefon erreichen lassen sollen, ohne dass dafür eine zusätzliche Antenne oder ein Empfangsgerät nötig wäre.
Die Eckdaten des geplanten Angebots im Überblick:
Verfügbarkeit in zehn europäischen Ländern, darunter Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn.
Einsatz zur Ergänzung bestehender Mobilfunknetze in schlecht versorgten Gebieten.
Was bedeutet das für Kunden mit Funklöchern?
Wer heute abseits größerer Orte wohnt oder unterwegs ist, kennt das Problem: kein Empfang, keine Daten, keine Anrufe. Der geplante Dienst soll genau dort ansetzen, wo klassische Mobilfunkmasten fehlen oder sich wirtschaftlich nicht lohnen. Bis zur Einführung bleibt der Satelliten-Internetzugang jedoch Geschäftskunden vorbehalten.
Wirtschaftlich steht die Deutsche Telekom hinter dem Projekt auf stabilem Boden: 2025 wuchs der Umsatz organisch um 4,2 % auf 119,1 Milliarden Euro, während das bereinigte EBITDA AL um 4,7 % auf 44,2 Milliarden Euro zulegte. Kunden in Regionen mit schwachem Netz sollten die Ankündigungen der Deutschen Telekom im Blick behalten: Konkrete Tarife oder ein genaues Startdatum für den Dienst auf dem eigenen Handy hat das Unternehmen bislang nicht genannt.
Am Freitag zum Start der Herbstferien zählte der ADAC Nordrhein 638 Staumeldungen, während die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn Rekordzahlen an Passagieren ohne nennenswerte Wartezeiten abfertigten.