Der Universität Klagenfurt droht ein harter Sparkurs: Wird die geplante Kürzung der Bundesregierung umgesetzt, stehen dort rund 200 Stellen zur Disposition. Grund ist eine Finanzierungslücke, die österreichische Universitäten laut Universität Klagenfurt in der Leistungsvereinbarungsperiode 2028 bis 2030 mit rund 2,5 Milliarden Euro treffen soll. Betroffen wären nicht nur Beschäftigte, sondern auch Studierende und die Region Kärnten.
Hinter der Zahl steckt ein größeres Sparpaket, das die Bundesregierung für die Universitätsfinanzierung ab 2028 plant. Die Universität Klagenfurt hat deshalb öffentlich vor den Folgen für ihren Standort gewarnt.
Wie viele Jobs sind an der Uni Klagenfurt betroffen?
Nach Einschätzung der Universität Klagenfurt ist bei einer Umsetzung der Sparpläne an der Alpen-Adria-Universität mit einem erheblichen Stellenabbau zu rechnen. Gleichzeitig würden Forschung und Lehre eingeschränkt, was die Universität als Risiko für ihre Innovationskraft bezeichnet. Auch eine Verschlechterung der Betreuungsverhältnisse für Studierende gilt als Folge der geplanten Kürzungen.
Warum will die Bundesregierung bei den Universitäten sparen?
Die Bundesregierung plant für die Leistungsvereinbarungsperiode 2028 bis 2030 eine deutliche Reduktion der Universitätsfinanzierung um insgesamt eine Milliarde Euro. Ein Ausgleich für die Inflation ist dabei nicht vorgesehen.
Addiert man die ausbleibende Teuerungsanpassung hinzu, kommt die Universität Klagenfurt für den genannten Zeitraum auf eine Finanzierungslücke von insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro für sämtliche österreichischen Hochschulen.
Nach Darstellung der Universität Klagenfurt fehlt es Österreich an nennenswerten Bodenschätzen, weshalb das Land in besonderem Maße auf gut ausgebildete Fachkräfte sowie auf Bildung und Forschung setzen müsse. Sie befürchtet durch die Kürzungen eine sinkende Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Universitäten und eine Abwanderung von Spitzenkräften ins Ausland.
Was bedeutet der Sparkurs für Kärnten und die Uniklinik-Versorgung?
Kärnten kämpft nach Angaben der Universität Klagenfurt seit Jahren mit demografischen Herausforderungen und der Abwanderung junger Menschen.
Die Universität sieht sich selbst als wichtigen Faktor, um hochqualifizierte junge Menschen in der Region zu halten und ihnen Perspektiven in Ausbildung, Forschung und Beschäftigung zu bieten. Ein Rückbau an der Hochschule träfe damit nicht nur den Wissenschaftsstandort, sondern auch die regionale Entwicklung.
Würden die angekündigten Einsparungen tatsächlich greifen, wäre nach Einschätzung der Universität Klagenfurt auch die medizinische Versorgung an den Unikliniken in Wien, Graz, Linz und Innsbruck österreichweit stark beeinträchtigt.
Bis zu 200 Stellen an der Uni Klagenfurt könnten laut Universität abgebaut werden.
Die Finanzierungslücke für alle österreichischen Universitäten wird mit rund 2,5 Milliarden Euro beziffert.
Ein Inflationsausgleich für die Jahre 2028 bis 2030 ist bislang nicht vorgesehen.
Die universitätsmedizinische Versorgung an vier Universitätskliniken wäre betroffen.
Gegründet wurde die heutige Alpen-Adria-Universität Klagenfurt im Jahr 1970 als Hochschule für Bildungswissenschaften, ihren heutigen Namen trägt sie seit 2004. Die Hochschule umfasst vier Fakultäten; im Wintersemester 2024 waren dort 13.323 Studierende eingeschrieben, der Auslandsanteil lag bei 21,9 %.
Im Jahr 2024 erzielte die Universität Forschungserlöse von 8,64 Millionen Euro und ist Partneruniversität eines vom FWF geförderten Exzellenzclusters zu Künstlicher Intelligenz.
Die Finanzdirektion der Universität mit ihren Abteilungen für Beschaffung, Controlling und Buchhaltung verwaltet laufend die Gebarung der Hochschule und würde die Folgen eines Sparkurses verwaltungsseitig umsetzen müssen. Über die konkrete Ausgestaltung der Leistungsvereinbarung 2028 bis 2030 wird in den kommenden Monaten zwischen Bundesregierung und Universitäten weiter verhandelt.
Im Mai 2026 wurden 30.547 Diesel-Pkw neu zugelassen – ein Anteil von 12,8 % an allen Neuzulassungen, obwohl Hersteller längst auf Elektroantriebe umstellen.
Nach freundlichen Tagen zum Wochenstart zieht ab Mittwoch verbreitet Regen auf, an der Alpensüdseite teils kräftig, und die Schneefallgrenze sinkt auf rund 1.200 bis 1.700 Meter.