Die Inflation ist im September 2026 auf 3,6 Prozent gestiegen. Hauptgrund für den Anstieg sind die Preise an der Zapfsäule, teilte Statistik Austria mit.
Treibstoffe kosteten im September um 34,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, nach einem schwächeren Anstieg im August. Ohne Treibstoffe und Heizöl hätte die Teuerung bei 2,4 Prozent gelegen.
Damit bleibt die Teuerung in Österreich auf einem Niveau, das zwar unter den Höchstständen der vergangenen Jahre liegt, aber wieder spürbar zulegt. Zum Vergleich: 2024 lag die Jahresinflation bei 2,9 %, 2022 erreichte sie mit 8,6 % ihren bisherigen Höchststand.
Wie stark schlägt der Sprit zu Buche?
Der Unterschied zwischen der Gesamtinflation und der Kernrate ohne Treibstoffe und Heizöl zeigt, wie stark der Verkehrssektor die Teuerung treibt: Die Differenz von 1,2 Prozentpunkten geht laut Statistik Austria praktisch allein auf Energie- und Spritpreise zurück. Im Verkehrssektor insgesamt stiegen die Preise im September durchschnittlich um 10 Prozent, nach 7,8 % im August.
Wer regelmäßig tankt, spürt diesen Unterschied direkt an der Zapfsäule. Für Pendler und Vielfahrer bedeutet das höhere laufende Kosten, während Haushalte ohne Auto von der Entwicklung kaum betroffen sind.
Was treibt die Preise sonst noch?
Neben dem Verkehr bleibt laut Statistik Austria der Dienstleistungsbereich der bedeutendste Preistreiber der Inflation insgesamt. Mehrere Bereiche des täglichen Lebens verteuerten sich im September weiter, wenn auch unterschiedlich stark:
Gastronomiepreise legten um 4,4 % zu, nach 4,7 % im August.
Lebensmittel verteuerten sich moderat um 0,4 %.
Die Gastronomiepreise liegen damit weiterhin deutlich über der allgemeinen Teuerungsrate, während sich Lebensmittel zuletzt kaum verändert haben. Für Konsumenten bedeutet das: Wer auswärts isst, zahlt spürbar drauf, der Wocheneinkauf im Supermarkt verteuert sich dagegen kaum.
Wie geht es mit der Inflation weiter?
Die Oesterreichische Nationalbank hatte im März 2026 eine Inflationsrate von 2,7 % für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert. Mit dem Anstieg im September liegt der aktuelle Wert über dieser Prognose. Die Europäische Zentralbank hatte den Leitzins im Juni und September 2026 jeweils um 0,25 Prozentpunkte angehoben, zuletzt auf 2,65 % per 11. September 2026.
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