Nach dem Abzug der Kaltfront des Tiefs Naomi setzt sich in den kommenden Tagen Hochdruck durch. Der Deutsche Wetterdienst erwartet für die Nächte zunächst dichten Nebel und örtlich leichten Frost. Ein europäisches Wettermodell deutet für Mitte November zusätzlich eine mögliche Kältewelle an: Festlandsluft aus Nordosten könnte in rund 1.500 Metern Höhe für deutlich kältere Luft sorgen, im Osten teils am stärksten.
Noch handelt es sich um ein Modellsignal, keine feste Prognose. Bis zum Stichtag um den 10. November springen die Berechnungen nach Angaben des Meteorologen Dominik Jung häufig hin und her, und der Deutsche Wetterdienst rechnet in seiner offiziellen Vorhersage noch nicht so weit voraus.
Wie kalt wird es in den nächsten Tagen?
Am 28. Oktober liegen die Höchstwerte laut Deutschem Wetterdienst noch bei 10 bis 16 Grad. In der Nacht zum 29. Oktober fallen die Werte verbreitet auf 2 bis 10 Grad, dort wo Nebelfelder liegen bleiben, erreicht das Thermometer tagsüber nur etwa 8 Grad, anderswo werden 10 bis 14 Grad erreicht.
In der Nacht zum 31. Oktober fallen die Tiefstwerte meist auf 5 bis 1 Grad. Vereinzelt müssen sich Autofahrer in tiefer gelegenen Regionen von Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland schon auf Frost bis zu minus 1 Grad einstellen.
Was bedeutet das für Autofahrer und Pendler?
Mancherorts sinkt die Sicht nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes unter 150 Meter, so etwa entlang von Donau und Naab, in Mainfranken sowie im Werratal; wer dort pendelt, sollte das Tempo drosseln und deutlich mehr Abstand halten.
Dazu kommt Wind: An der Nordsee sind ab dem Nachmittag des 28. Oktober einzelne Böen bis 60 km/h möglich, auf den Schwarzwaldgipfeln weht am 29. und in der Nacht zum 30. Oktober ein stürmischer Ostwind mit Böen von bis zu 70 km/h.
Wie sicher ist die Kältewelle Mitte November?
Laut Dominik Jung tauchen solche Kältelösungen seit Tagen immer wieder in den Wettermodellen auf, auffällig oft rund um den 10. November. Sollte sich das Hochdrucksignal bestätigen, rechnet Jung eher mit trockener Kälte als mit viel Schnee. Zum Vergleich: Die übliche Temperatur um den 11. November liegt bei null Grad, die Modellwerte von minus 6 bis minus 10 Grad in 1.500 Metern Höhe lägen damit deutlich darunter.
Weil die Modelle bis dahin noch schwanken, lohnt sich für Autofahrer und Pendler vor allem im Osten ein Blick auf die kurzfristigen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes in den Tagen vor dem 10. November.
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