In Tirol fahren mittlerweile 200.000 Menschen mit einem Jahresticket für Bus und Bahn. Das meldet der Verkehrsverbund Tirol im November 2026. Damit nutzt rechnerisch jeder vierte Tiroler öffentliche Verkehrsmittel regelmäßig.
Wer morgens am Bahnsteig in Innsbruck oder an einer Bushaltestelle im Außerfern steht, sieht diese Entwicklung längst im Alltag: volle Fahrzeuge zur Stoßzeit, mehr Pendler, die aufs eigene Auto verzichten. Der Rekord bei den Jahrestickets ist kein Ausreißer, sondern das Ergebnis mehrerer Jahre mit steigender Nachfrage.
Wie sich die 200.000 Tickets aufteilen
Von den 200.000 Jahresticketbesitzern in Tirol haben 18.000 das Klimaticket für ganz Österreich gelöst, das bundesweit in allen öffentlichen Verkehrsmitteln gilt. Die große Mehrheit setzt jedoch auf das regionale Angebot: Fast 58.000 Menschen besitzen das Klimaticket Tirol, das auf das Bundesland zugeschnitten ist.
Beide Varianten haben in den vergangenen Jahren stark zugelegt. Die Jahrestickets insgesamt sind seit 2021 um etwa 50 % gewachsen, wie der Verkehrsverbund Tirol mitteilt. Beim Klimaticket Tirol fällt der Zuwachs noch deutlicher aus: Hier beträgt das Plus 90 % im selben Zeitraum.
Warum gerade das regionale Klimaticket Tirol so gefragt ist
Dass ausgerechnet das Klimaticket Tirol stärker wächst als die österreichweite Variante, liegt nahe: Wer überwiegend innerhalb des Bundeslandes pendelt, zahlt für das regionale Ticket weniger als für die bundesweite Lösung. Für Berufstätige, die zwischen Wohnort und Arbeitsplatz in Tirol unterwegs sind, lohnt sich das Klimaticket Tirol damit besonders.
Der Verkehrsverbund Tirol sieht die Zahlen als Beleg dafür, dass das Angebot bei Pendlern ankommt. Laut Verkehrsverbund Tirol soll die Nachfrage mit gezielten Investitionen in Infrastruktur und Angebot weiter gestärkt werden.
Wo der Verkehrsverbund Tirol jetzt investieren will
Ein Schwerpunkt der geplanten Investitionen liegt laut Verkehrsverbund Tirol auf dem ländlichen Raum. Dort ist das Angebot an Bus- und Bahnverbindungen traditionell dünner als in den Ballungsräumen rund um Innsbruck, gleichzeitig sind viele Pendler auf eine verlässliche Anbindung angewiesen.