MediaMarkt und Saturn eröffnen mit Rabatten bis zu 60 Prozent bereits jetzt die ersten Black-Friday-Angebote des Jahres. Wer durch die Shops scrollt, sieht überall türkise Rabattschilder, doch nicht jeder Prozentwert bedeutet einen echten Preisvorteil.
Der offizielle Black-Friday-Termin ist erst der 27. November 2026, dazwischen liegt die Black Week vom 23. bis 29. November, der Cyber Monday schließt die Aktionswochen am 30. November ab. Für viele beginnt die Jagd nach Schnäppchen schon beim Kaffee am Morgen: ein Blick aufs Handy, ein Preisvergleich zwischen zwei Tabs, dann die Entscheidung, ob der Fernseher jetzt oder erst im Dezember gekauft wird.
Genau hier liegt der Haken, den viele übersehen: Nach deutschem Recht muss sich ein beworbener Rabatt auf den niedrigsten Preis der vergangenen 30 Tage beziehen, nicht auf eine beliebig gewählte Ausgangsbasis.
Echte Rabatte
Einige Angebote halten, was sie versprechen. Media Markt und Saturn gewähren bis zu 40 Euro Cashback auf Logitech-Produkte, JBL-Audioprodukte kosten mindestens 50 Prozent weniger als die Hersteller-UVP. Im PlayStation Store sinkt der Preis der Assassin’s Creed Shadows Digital Deluxe Edition von 99,99 Euro auf 39,99 Euro, die Aktion läuft bis zum Cyber Monday.
Auch bei Elektronik gibt es konkrete Preise statt vager Prozentangaben: Der Philips 65OLED811/12 mit Ambilight kostet 1.499 Euro, der LG OLED77G57LW mit 77 Zoll 2.499 Euro, der TCL 65C7L mit Mini-LED-Technik 849 Euro. Dazu kommen ein Samsung-SSD-Speicher mit 1 TB für 230 Euro, eine FritzBox 7590 AX für 189 Euro und ein Dreame-Saugroboter X60 Pro Ultra für 899 Euro.
Nur Prozente locken
Andere Angebote klingen nach Schnäppchen, sind es aber nicht. Die Xbox Series X mit 1 TB Speicher wird zum Normalpreis von knapp 800 Euro verkauft, ohne erkennbaren Rabatt. Bei Apple gibt es im Apple Store keine direkten Preisnachlässe, sondern lediglich Geschenkkarten zum Kauf.
Wie groß die Lücke zwischen Werbung und Wirklichkeit oft ist, zeigt eine Analyse von handyhase.de: Rabatte von 50 Prozent oder mehr werden häufig versprochen, sind demnach aber die Ausnahme. Üblich ist demnach eine tatsächliche Ersparnis von 5 bis 10 Prozent gegenüber dem Preis des Vormonats.
Handyverträge im Blick
Besonders umkämpft ist in diesem Jahr das Geschäft mit Mobilfunktarifen. Der Anbieter o2 bewirbt das Xiaomi 17T Pro mit einem 50-GB-Tarif für 32,99 Euro im Monat, MediaMarkt lockt mit seiner Aktion Black Halloween bis zum 13. November mit dem Samsung Galaxy A18 LTE samt 15-GB-Tarif für 6,99 Euro monatlich. Der Black November ist demnach inzwischen die wichtigste Einkaufszeit des Jahres für Handyverträge.
Rechenbeispiel
Wie stark Prozentangaben täuschen können, zeigt ein Vergleich: Sinkt ein Spielepreis wie bei Assassin’s Creed Shadows von 99,99 Euro auf 39,99 Euro, sind das 60,00 Euro Ersparnis und damit mehr als die Hälfte des ursprünglichen Preises.
Läge die reale Ersparnis bei den üblichen 5 bis 10 Prozent, würde derselbe Artikel nur wenige Euro günstiger. Wer vor dem Kauf den Preis der vergangenen 30 Tage kennt, erkennt den Unterschied zwischen echtem und nur behauptetem Rabatt.
Sowohl die PlayStation-Store-Aktion als auch die Coolblue-Kampagne Spar dich blau für Fernseher, die vom 2. bis zum 30. November läuft, bleiben bis zum Cyber Monday gültig.
Bei einer Drückjagd im Pfälzerwald starb ein 48-jähriger Jäger durch Schüsse aus seiner eigenen Waffe, vermutlich ausgelöst durch eine Erschütterung am Hochsitz.