In Deutschland galten im Oktober 2026 2,955 Millionen Menschen als arbeitslos gemeldet. Das waren 44.000 mehr als im Oktober des Vorjahres, obwohl die Zahl gegenüber dem September um 40.000 zurückging. Der Rückgang zum Vormonat entspricht der üblichen saisonalen Entwicklung im Herbst.
Hinter der scheinbaren Entspannung steckt ein anderes Bild: Rechnet man Saisoneffekte heraus, stieg die Arbeitslosigkeit von September zu Oktober sogar um 4.000. Die Arbeitslosenquote sank zwar leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 %, doch das liegt vor allem am jahreszeitlichen Muster, nicht an einer echten Besserung am Arbeitsmarkt.
Wie viele Menschen sind derzeit ohne Job oder in Grundsicherung?
Neben den gemeldeten Arbeitslosen zählt die Bundesagentur auch Menschen in Maßnahmen oder kurzfristig abgemeldet als unterbeschäftigt. Diese Zahl lag im Oktober bei 3,592 Millionen und damit um 28.000 höher als ein Jahr zuvor, saisonbereinigt sank sie jedoch um 9.000.
1,065 Millionen Menschen erhielten im Oktober Arbeitslosengeld, 88.000 mehr als im Vorjahr.
3,659 Millionen Menschen galten als erwerbsfähige Grundsicherungsberechtigte, 172.000 weniger als vor einem Jahr.
6,8 % der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland waren damit hilfebedürftig.
654.000 offene Stellen waren bei der Bundesagentur gemeldet, 31.000 mehr als im Oktober 2025.
Der BA-X-Index, der die Nachfrage der Unternehmen nach Personal misst, sank von September zu Oktober um einen Punkt auf 102 Punkte, lag damit aber noch vier Punkte über dem Vorjahreswert. Der Stellenindex blieb insgesamt auf niedrigem Niveau, weil die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften gedämpft bleibt.
Warum steigt die Arbeitslosigkeit trotz Herbstbelebung weiter?
Die gedämpfte Nachfrage der Unternehmen nach Personal zeigt sich demnach vor allem bei jungen Menschen beim Berufseinstieg.
In Nordrhein-Westfalen waren im September 2026 knapp 74.000 Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, fast 6 % mehr als im Vorjahr. Eine schwächere Einstellungsdynamik der Betriebe führt demnach zu größerer Konkurrenz um Ausbildungs- und Berufseinstiegsplätze für junge Bewerber.
Was bedeutet das für Jobsuchende und Verbraucher?
Steigt die Zahl der Arbeitslosen, geben betroffene Haushalte oft vorsichtiger Geld aus, was sich dämpfend auf den privaten Konsum auswirken kann. Höhere Arbeitslosenzahlen erhöhen außerdem den Finanzierungsdruck auf die sozialen Sicherungssysteme, da mehr Menschen Arbeitslosengeld oder Grundsicherung beziehen, während die Beitragseinnahmen aus Beschäftigung nicht im gleichen Maß wachsen.
Ein Vater entdeckte die rund einen Zentimeter langen Nägel erst einen Tag nach dem Sammeln – ähnliche Fälle meldeten am selben Wochenende auch fünf deutsche Bundesländer.
Während die Politik über das Ende der abschlagsfreien Rente mit 63 streitet, verlangt der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks noch härtere Kürzungen für alle, die früher aufhören wollen.