Der E-Auto-Marktanteil in der EU lag in den ersten neun Monaten 2026 bei 22,7 % aller Pkw-Neuzulassungen. Damit setzte sich der Trend zu mehr Elektroautos fort, während Benziner und Diesel an Boden verloren.
Insgesamt wurden rund 1,93 Millionen reine Elektroautos zugelassen, ein Plus von 6,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum und fast 50 % mehr als 2025. Die Zulassungen von Benzinern und Diesel-Pkw sanken jeweils um rund ein Fünftel.
ACEA zufolge trugen vor allem hohe Benzinpreise zum Umstieg auf Elektroautos bei. Der gesamte EU-Pkw-Markt wuchs zwischen Januar und September 2026 um 5,7 % auf 8,52 Millionen Fahrzeuge. Allein im September 2026 stiegen die Zulassungen um 9,3 % auf 971.048 Fahrzeuge.
BYD und Tesla wachsen deutlich schneller als etablierte Konzerne
Der chinesische Hersteller BYD steigerte seine Zulassungen von Januar bis September 2026 um 150 % auf 206.002 Fahrzeuge. Tesla legte im selben Zeitraum um 70 % auf 188.035 Fahrzeuge zu. Zum Vergleich: Der Volkswagen-Konzern inklusive Porsche AG kam auf 2,23 Millionen Zulassungen, blieb damit aber nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr.
BMW steigerte seine Zulassungen um 4,6 %, Mercedes-Benz um 3,6 %. Beide deutschen Premiumhersteller wachsen damit deutlich langsamer als die reinen E-Auto-Anbieter BYD und Tesla, bleiben aber im Plus.
Frankreich, Deutschland, Dänemark und Belgien treiben die Nachfrage
Ein genauerer Blick auf die ersten acht Monate 2026 zeigt, woher die Nachfrage kommt: Reine Elektroautos erreichten in diesem Zeitraum EU-weit einen Marktanteil von 21,7 % gegenüber 15,8 % im Vorjahreszeitraum, bei 1.641.333 zugelassenen Fahrzeugen. Besonders stark legten einzelne Länder zu.
Frankreich steigerte seine Elektroauto-Zulassungen um 74,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Deutschland verzeichnete ein Plus von 53,1 % bei den Elektroauto-Zulassungen.
Dänemark verzeichnete ein Wachstum von rund zwei Fünfteln.
Belgien legte um 13,1 % zu.
Zusammen stehen diese vier Länder laut dem Branchenverband ACEA für 64 % aller Elektroauto-Neuzulassungen in der EU.
Auch klassische Hybride ohne externen Ladeanschluss liefen gut: Sie kamen auf 2.759.718 Fahrzeuge und einen Marktanteil von 36,6 %. Plug-in-Hybride stiegen auf einen Marktanteil von 10 % gegenüber knapp einem Zehntel im Vorjahreszeitraum, bei 758.082 zugelassenen Fahrzeugen. Benziner sanken im selben Zeitraum um 18,6 % auf 1.634.733 Fahrzeuge und damit ebenfalls auf einen Marktanteil von 21,7 %, Diesel verlor in gleicher Größenordnung.
Was das für Käufer in Deutschland bedeutet
Für Autokäufer heißt die Entwicklung vor allem: Das Angebot an Elektromodellen wird größer, und der Wettbewerb zwischen Herstellern nimmt zu. Wer auf ein E-Auto umsteigen will, findet inzwischen mehr Auswahl bei chinesischen Anbietern wie BYD, die mit aggressivem Wachstum auf den Markt drängen, aber auch bei etablierten Marken wie BMW und Mercedes-Benz, die ihre Flotten schrittweise erweitern.
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