Die Kosten für den Linzer Westring, die Autobahn A 26, sind auf rund 1,3 Milliarden Euro gestiegen. Damit zahlen Steuerzahler in Oberösterreich deutlich mehr als zuletzt veranschlagt.
Schon im Sommer 2020 waren die Gesamtkosten von 646 Millionen Euro auf 743 Millionen Euro gesprungen. Gegenüber 2023 bedeutet die neue Summe ein Plus von etwa 120 Millionen Euro für die 4,7 Kilometer lange Strecke. Von diesem ursprünglichen Rahmen ist das Projekt inzwischen weit entfernt.
Warum es teurer wurde
Das Land Oberösterreich begründet die neue Kostensteigerung mit höheren Baupreisen, der allgemeinen Inflation und geänderten gesetzlichen Vorgaben.
Nach Fertigstellung soll der Verkehr im Linzer Stadtgebiet laut Land Oberösterreich um rund 8 % sinken. Eine vollständige Entlastung erwartet das Land allerdings erst, wenn sämtliche Bauabschnitte fertig sind.
Was gebaut wird
Von den 4,7 Kilometern der A 26 verlaufen etwa vier Kilometer unterirdisch. Beim zweiten Bauabschnitt soll der Tunnelvortrieb noch im Jahr 2026 beginnen.
Rund 500.000 Kubikmeter Ausbruchmaterial sollen dabei überwiegend per Schiff abtransportiert werden. Das Land geht davon aus, dass sich dadurch rund 75.000 Lkw-Fahrten durch Linz einsparen lassen.
Wer die Rechnung zahlt
Die Stadt Linz trägt fünf Prozent der Gesamtkosten der A 26. Nach aktuellem Stand sind das knapp 65 Millionen Euro. Einen vertraglichen Kostendeckel für die Finanzierung gibt es nicht, die Summe kann also weiter steigen.
Die Grünen in Linz fordern deshalb einen Ausstieg der Stadt aus der Finanzierungsvereinbarung. Die Grünen Oberösterreich wiederum fordern auf Landesebene, dass der Beitrag des Landes fest gedeckelt und die gesamte Mitfinanzierung neu verhandelt wird.
Wie es weitergeht
Die Teilverkehrsfreigabe des zweiten Abschnitts ist für das Jahr 2032 geplant. Für den dritten und letzten Bauabschnitt, zu dem auch die Westbrücke zählt, ist der Bauzeitraum 2033 bis 2035 vorgesehen.
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