Ein Raummeter ofenfertiges Buchenholz kam im Juli 2026 in Bayern im Schnitt auf 145 Euro, das geht aus einer Erhebung des Technologie- und Förderzentrums Straubing hervor. Die Preise variieren jedoch stark nach Region, Holzart und Anbieter. Im Oktober 2026 boten Baumärkte in Österreich Buchenholz zu deutlich unterschiedlichen Konditionen an.
Bei Obi kostete ein 0,9-Raummeter-Paket trockene Buche 140 Euro, halbtrocken 130 Euro. Hornbach und Bauhaus verlangten für dieselbe Menge trockener Buche jeweils 135 Euro, halbfrische beziehungsweise halbtrockene Ware gab es für 125 Euro. Wer zwischen den Anbietern vergleicht, kann so je Lieferung mehrere Euro sparen.
Wie sich die Preise seit 2021 entwickelt haben
Mitte 2021 kostete ein Festmeter Weichholz in Österreich zumeist zwischen 35 und 45 Euro, Hartholz lag bei 55 bis 100 Euro. Mit der Energiekrise 2022 stiegen die Preise deutlich: Weichholz kletterte auf 50 bis 80 Euro, geschnittenes Weichholz in 33 Zentimeter Länge kostete 80 bis 110 Euro ohne Lieferung.
Bei Hartholz lagen die Preise im Mai 2022 bei 75 bis 110 Euro, im Herbst desselben Jahres erreichte geschnittenes Hartholz 120 bis 150 Euro pro Raummeter. 2023 beruhigte sich der Markt wieder, die Preistendenzen waren stagnierend oder fallend, blieben aber deutlich über dem Niveau von vor der Energiekrise. Im Oktober 2026 zeigten sich die Holzpreise im Vergleich zu anderen Brennstoffen vor dem Winter sehr stabil.
Warum trockenes Holz am Ende günstiger heizt
Der Feuchtegehalt entscheidet über die tatsächlichen Heizkosten. Frisches, gerade geschlagenes Holz besteht zu mehr als der Hälfte aus Wasser und bringt je Kilogramm nur rund halb so viel Wärme wie gut durchgetrocknetes Holz. Für dieselbe Wärmeleistung wie aus 100 Kilogramm trockenem Holz werden rund 180 Kilogramm frisches Holz benötigt.
Die 1. BImSchV erlaubt das Verbrennen von Brennholz erst, wenn die Restfeuchte unter 25 % liegt, für Kamin und Kaminofen gelten 15 bis 18 % als optimal. Dieser Wert wird meist erst nach einer Lagerzeit von zwei Jahren erreicht. Wer zu feuchtes Holz kauft, zahlt also indirekt für Wasser statt für Wärme.
Rechenbeispiel: Was ein Haushalt pro Jahr einsparen kann
Innerhalb des österreichischen Baumarktangebots lag der Unterschied zwischen dem günstigsten Preis von 125 Euro und dem teuersten von 140 Euro je Raummeter trockener Buche bei bis zu 15 Euro. Bei einem typischen Bedarf von 6 Raummetern im Jahr macht dieser Unterschied rund 90 Euro in der Heizsaison aus.
Da Meterware gespalten mit rund 133 Euro pro Raummeter bei Buchenholz günstiger ausfällt als fertig zugeschnittenes Scheitholz, kann sich das Selbstschneiden oder -spalten zusätzlich lohnen, sofern die passende Ausrüstung vorhanden ist.
Was Verbraucher beim Vergleich beachten sollten
Ein Festmeter entspricht etwa 1,4 Raummeter, ein Raummeter enthält rund 0,7 Festmeter Holz.
Ein Schüttraummeter enthält etwa 40 % weniger Holz als ein Raummeter, was beim Preisvergleich oft übersehen wird.
Privatkäufe von Brennholz sind normalerweise deutlich günstiger als Angebote in Baumärkten.
Die Holzversorgung gilt in Österreich als langfristig gesichert, was die Preise im Vergleich zu anderen Brennstoffen stabil hält.
Wer vor dem Winter noch Brennholz nachkauft, sollte Angebote mehrerer Händler und Baumärkte vergleichen und auf Restfeuchte sowie Maßeinheit achten, bevor er bestellt. Ein Blick auf Privatanbieter in der Region kann zusätzlich Geld sparen.
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Je nach Tarif drohen zum Jahreswechsel Aufschläge von 10 bis 20 Prozent – eine Familie mit durchschnittlichem Verbrauch zahlt dann bis zu 500 Euro mehr im Jahr.