Die EU hat eine jährliche Obergrenze von 350.000 Fahrzeugen für den Import von Hybridautos aus China eingeführt. Die Regelung senkt die bisherigen Einfuhren nach Angaben eines EU-Beamten um mehr als die Hälfte. Für Käufer in Österreich bedeutet das: Chinesische Plugin-Hybride dürften in den kommenden Monaten seltener und teurer auf dem Markt zu finden sein.
Hintergrund der Entscheidung ist die Sorge der EU, dass chinesische Hersteller mit niedrigeren Preisen europäische Autobauer aus dem Markt drängen könnten. Bereits 2024 hatte die EU deshalb Sonderzölle auf Elektroautos aus China verhängt. Diese Maßnahme hatte jedoch einen Nebeneffekt: Der Verkauf chinesischer Plugin-Hybridfahrzeuge nach Europa stieg daraufhin deutlich an, weil diese Fahrzeugklasse von den Zöllen nicht betroffen war.
Wie kam die neue Importgrenze zustande?
EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič einigte sich in Peking mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao auf die Begrenzung. Die Vereinbarung wurde laut Faktenlage rund eine Woche vor der Bekanntgabe getroffen. Ein EU-Beamter erklärte dazu, die Regelung entspreche den Vorgaben der Welthandelsorganisation und sei damit rechtlich abgesichert.
Ausschlaggebend war auch eine Prognose der EU-Kommission: Ohne Eingriff hätten die Importe chinesischer Plugin-Hybride im laufenden Jahr auf rund 800.000 Fahrzeuge steigen können. Die neue Obergrenze liegt damit deutlich unter dieser erwarteten Zahl.
Was bedeutet das für Käufer in Österreich?
Sind die 350.000 Fahrzeuge in einem Jahr erreicht, sollen europäische Zollbehörden keine weiteren Hybridautos aus China mehr genehmigen. Wer also später im Jahr ein chinesisches Hybridmodell kaufen möchte, könnte vor leeren Lagern oder langen Lieferzeiten stehen. Auch auf den Preis dürfte sich die Verknappung auswirken, da das Angebot sinkt, während die Nachfrage bestehen bleibt.
- Die jährliche Obergrenze liegt bei 350.000 Fahrzeugen.
- Sie steigt ab dem zweiten Jahr um 6 % pro Jahr.
- Die Regelung läuft nach vier Jahren aus.
- Betroffen sind ausschließlich Hybridfahrzeuge aus China, nicht reine Elektroautos.
Wie geht es nach vier Jahren weiter?
Die Begrenzung ist zeitlich befristet und endet nach vier Jahren wieder. Was danach gilt, haben die EU und China bislang nicht bekanntgegeben. Bis dahin müssen sich Käufer in Österreich auf ein kleineres Angebot an chinesischen Hybridmodellen einstellen und sollten bei Interesse an einem solchen Fahrzeug frühzeitig beim Händler nach Verfügbarkeit und Lieferzeit fragen.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.