Die Bundesförderung für den Heizungstausch wird ab dem 2. November 2026 wieder aufgenommen, nachdem sie zuletzt ausgeschöpft war. Der Verband proPellets Austria rechnet damit, dass bereits 30.000 getauschte Heizkessel eine Wertschöpfung von 1,4 Milliarden Euro im Inland auslösen. Für Hausbesitzer mit alter Öl- oder Gasheizung stellt sich jetzt die Frage, welche Förderungen sich kombinieren lassen.
Hintergrund der Förderung ist der schrittweise Ausstieg aus fossilen Heizsystemen: Seit 1. Januar 2020 dürfen in Neubauten keine Ölkessel mehr eingebaut werden, seit 2024 gilt das auch für Gaskessel als Hauptheizung. Die österreichische Regierung strebt bis 2040 einen vollständigen Ausstieg aus fossilen Gasen für die Raumwärme an.
Wer profitiert von der Heizungsförderung 2026?
Von der Wiederaufnahme profitieren vor allem Haushalte, die ihre bestehende Öl- oder Gasheizung gegen eine Pelletheizung tauschen. Die Bundesförderung war nach Angaben des Herstellers ÖkoFEN zuletzt ausgeschöpft und pausierte; neue Fördermodelle des Bundes sind erst für 2027 angekündigt. Parallel dazu zahlen mehrere Bundesländer eigene Zuschüsse, die sich unter bestimmten Bedingungen mit der Bundesförderung kombinieren lassen.
Die Höhe der Landesförderung unterscheidet sich deutlich:
Wien fördert hocheffiziente Heizsysteme mit 35 % der anerkannten Kosten, maximal 8.000 Euro.
Tirol übernimmt 25 % der förderfähigen Kosten bis 6.000 Euro und vergibt zusätzlich einen Klimabonus von bis zu 3.000 Euro.
Salzburg und Kärnten zahlen jeweils einen nichtrückzahlbaren Zuschuss beziehungsweise Einmalzuschuss von 3.000 Euro.
Burgenland gewährt einen Basisbetrag von 2.000 Euro und zusätzlich einen Sozialzuschlag von 500 Euro für Haushalte mit niedrigerem Einkommen.
In Niederösterreich gibt es keine eigene Direktförderung für den Heizungstausch, Unterstützung ist nur im Rahmen der Eigenheimsanierung möglich. Die Steiermark bietet derzeit keine Landesförderung für Pelletheizungen an.
Was bringt der Umstieg für Österreich?
Nach Einschätzung von proPellets Austria fließen bei Öl- und Gasheizungen zwei Drittel der Ausgaben ins Ausland, bei Pelletheizungen bleiben dagegen zwei Drittel der Wertschöpfung in Österreich und den Regionen.
Der Verband sieht den Heizungstausch deshalb auch als Impulsgeber für Arbeitsplätze in Installationsbetrieben, Kesselherstellung und Pelletproduktion. Dem Verband zufolge könnte der Tausch von 30.000 Heizkesseln zudem jährlich 270.000 Tonnen CO2 einsparen.
Rechenbeispiel
In Tirol zeigt sich, wie stark sich Bundes- und Landesförderung addieren lassen: Die Landesförderung deckt 25 % der förderfähigen Kosten ab, gedeckelt bei 6.000 Euro. Wer zusätzlich den Bonus für klimafreundliches Heizen von bis zu 3.000 Euro erhält, kommt auf eine maximale Förderung von 9.000 Euro – vorausgesetzt, die Bedingungen für eine Kombination mehrerer Programme sind erfüllt.
Was können Hausbesitzer jetzt tun?
Wer eine alte Öl- oder Gasheizung ersetzen will, sollte sich vor Antragstellung über die genauen Bedingungen des jeweiligen Bundeslandes informieren, da sich Fördersätze und Höchstbeträge stark unterscheiden. Da die Bundesförderung erst ab 2.
November 2026 wieder zur Verfügung steht, lohnt sich ein früher Antrag, bevor das Kontingent erneut ausgeschöpft ist. Installationsbetriebe können zudem Auskunft darüber geben, ob sich Bundes- und Landesförderung im konkreten Fall kombinieren lassen.
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