In Österreich und Deutschland steigen die Mietpreise weiter deutlich, in einzelnen Regionen binnen eines Jahres um mehr als 10 %. Besonders betroffen sind die Steiermark und mehrere deutsche Städte wie Potsdam und Mönchengladbach. Wer jetzt eine Wohnung sucht, zahlt in manchen Regionen spürbar mehr als noch vor zwölf Monaten.
Anstieg in Deutschland
Nach dem GREIX-Mietpreisindex des Kiel Instituts für Weltwirtschaft stiegen die Angebotsmieten in Potsdam im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,75 % – der stärkste Anstieg unter 37 untersuchten Städten und Regionen.
Mönchengladbach folgt mit 6,67 %, Köln verzeichnet einen Anstieg von rund sechs Prozent, und Erfurt liegt bei 5,75 %. Auch Wiesbaden, der Kreis Mettmann, Hamburg, Augsburg, Dresden und Lübeck verzeichnen Steigerungen zwischen 4,75 % und 5,54 %. Der Index erfasst dabei nur inserierte Kaltmieten, keine pauschalen Erhöhungen bestehender Mietverträge.
Teuerste deutsche Städte
Unter den zehn Städten mit dem stärksten Anstieg hat Hamburg mit 16,47 Euro pro Quadratmeter die höchste durchschnittliche Miete. Bereits 2025 zeigte der Index für das zweite Quartal einen bundesweiten Anstieg der Angebotsmieten im Jahresvergleich um 3,4 % nominal, inflationsbereinigt blieben davon 1,3 % übrig. Fachleute des IfW Kiel werteten die damals stark gesunkene Insertionsdauer von Wohnungsanzeigen als Zeichen hoher Nachfrage und schneller Neuvermietungen. Zum Vergleich: München lag 2025 mit 22,82 Euro pro Quadratmeter an der Spitze der acht größten deutschen Städte, vor Frankfurt am Main mit 17,32 Euro. Leipzig war mit 10,10 Euro die günstigste unter diesen Städten.
Mehr Wohnraum könnte den Druck in einigen Regionen mindern: Köln meldete für 2025 insgesamt 4.623 fertiggestellte Wohnungen, mehr als doppelt so viele wie 2024 mit 1.819 Wohnungen.
Lage in Österreich
Auch in Österreich ziehen die Mietpreise an: Im Jahresvergleich stiegen sie 2026 um 6 %, der österreichweite Medianpreis liegt laut ImmoScout24 nun bei 16 Euro pro Quadratmeter. Die Steiermark verzeichnete mit 14 % den stärksten Anstieg unter allen Bundesländern, bei einem Preisniveau von 14,4 Euro pro Quadratmeter. In Kärnten und Oberösterreich stiegen die Mieten jeweils um 5 %.
Wien im Detail
Wien bleibt demnach das Bundesland mit den höchsten Mietpreisen. Dort kletterten die Mieten binnen eines Jahres um 7 % auf 22,6 Euro pro Quadratmeter. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung bedeutet das eine monatliche Miete von rund 1.581 Euro. Tirol liegt mit 21,7 Euro und Salzburg mit 20,3 Euro pro Quadratmeter ebenfalls unter den teuersten Regionen.
Mehr Angebot
Trotz steigender Preise hat sich das Angebot an verfügbaren Mietobjekten in Österreich demnach im selben Zeitraum um 3 % vergrößert. Die wachsenden Lebenshaltungskosten erschweren die Wohnungssuche für viele Menschen dennoch zusätzlich.
In Wien zahlen Eltern je nach Schulform zwischen 7,80 Euro pro Tag und 260 Euro pro Semester für die Nachmittagsbetreuung – wer wenig verdient, kann eine Ermäßigung beantragen.
Nach einer Entgleisung bei Wiener Neustadt kamen auf der Südstrecke binnen eineinhalb Stunden nur zwei bis drei Ersatzbusse an – einer davon mit stark beschädigter Scheibe.