Der Smart-Home-Spezialist Loxone hat einen Hackerangriff auf seine internen IT-Systeme bestätigt. Am 18. Oktober 2026 entdeckte das Unternehmen den unbefugten Zugriff, seit dem 19. Oktober 2026 ist die komplette Firmenwebsite aus Sicherheitsgründen offline. Kundeninstallationen laufen nach eigenen Angaben ohne Einschränkungen weiter.
Loxone entdeckt Angriff am 18. Oktober 2026
Nach Angaben des Unternehmens erkannte Loxone an diesem Tag einen Cyberangriff auf interne Systeme. Betroffene Systeme wurden isoliert, zusätzlich leitete das Unternehmen Forensik-Analysen ein.
Loxone teilt mit, dass es die zuständigen Behörden informiert und ein eigenes Team eingesetzt habe, um Ursache und Ausmaß des Vorfalls zu klären. Bei der Aufklärung arbeitet das Unternehmen zudem mit externen IT-Sicherheitsexperten und Forensik-Spezialisten zusammen.
Miniserver laufen weiter, Website nicht
Die zentrale Frage für Kunden lautet, welche Produkte vom Loxone-Datenleck betroffen sind. Laut Loxone sind die sogenannten Miniserver, das Herzstück jeder Smart-Home-Installation, nicht betroffen: Sie arbeiten lokal und eigenständig im jeweiligen Gebäude, unabhängig von zentralen Loxone-Diensten.
Auch die Dienste Remote Connect und Exosphere liefen laut Unternehmen ohne Einschränkungen weiter. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass Cloud-Dienste oder Kundensysteme kompromittiert wurden.
Diese Einschätzung begründet Loxone mit der Architektur der Miniserver, die von Anfang an auf lokalen Benutzerkonten ohne zentralen Angriffspunkt aufbaut. Ein Smarthome-Hack, der direkt auf einzelne Haushalte durchschlägt, ist damit nach bisherigem Stand nicht belegt.
Warum Loxone die Website abschaltet
Trotz der Entwarnung für die Kernprodukte hat Loxone einen deutlichen Schritt gesetzt: Die Web-Dienste auf der Firmen-Website wurden aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres komplett offline genommen.
Diese Maßnahme betrifft die Außendarstellung und mögliche webbasierte Zugänge, nicht aber die lokale Steuerung der Smart-Home-Anlagen in den Gebäuden selbst. Für Interessenten und Partner bedeutet das vorerst, dass Informationen über die gewohnten Kanäle der Firmen-Website nicht abrufbar sind.
Was Loxone-Kunden jetzt wissen und tun sollten
Für Besitzer einer Loxone-Installation ändert sich im Alltag zunächst nichts: Heizung, Licht und Jalousien lassen sich laut Unternehmensangaben weiter über den lokalen Miniserver steuern, auch ohne Internetverbindung zur Zentrale. Wer auf Fernzugriff über Remote Connect oder Exosphere angewiesen ist, kann diese Dienste ebenfalls weiter nutzen.
Bis die Forensik-Analysen abgeschlossen sind, bleibt offen, welche internen Daten genau vom Zugriff betroffen waren. Kunden, die dazu aktuelle Hinweise suchen, finden sie derzeit nicht auf der Firmen-Website, da diese komplett offline ist. Wer Rückfragen hat, sollte sich an den gewohnten Vertriebs- oder Servicepartner vor Ort wenden, bis das Unternehmen neue Informationen veröffentlicht.