Die Mallorca-Unwetterwarnung hat in der Nacht zu Montag, 19. Oktober 2026, zeitweise die höchste Stufe Rot erreicht. Grund ist das Sturmtief Adam, das zuvor extreme Niederschläge und Chaos auf dem spanischen Festland verursacht hatte. Auf allen Mobilfunkgeräten in den betroffenen Regionen wurde eine Sonderwarnung mit lautem Signalton ausgespielt.
Für Ibiza, Formentera und Menorca galt am Montag vorwiegend die Warnstufe Orange, da sich die Unwetterfront im Tagesverlauf verlagerte. Die spanische Wetterbehörde Aemet rief zudem für Küstenabschnitte in der östlichen Region Valencia wegen außergewöhnlicher Gefahr durch Sturzfluten die zweithöchste bis höchste Warnstufe aus.
Welche Inseln und Regionen betroffen sind
Am Flughafen Mallorca kam es durch die ersten Auswirkungen des Unwetters bereits zu stundenlangen Verspätungen und Flugausfällen, Dutzende Flugverbindungen wurden gestrichen.
Auf Ibiza wurden Flüge gestrichen oder umgeleitet, zusätzlich sperrten die Behörden dort die wichtigste Straßenverbindung zum Flughafen. In Valencia fielen einige Zugverbindungen aus.
Wie sich das Unwetter am Wochenende bereits ausgewirkt hat
Das Unwettertief Adam hinterließ am Wochenende schwere Verwüstungen in Valencia, Katalonien, Andalusien und auf den Balearen, wo Rettungskräfte zu hunderten Notfällen ausrücken mussten. Tragischerweise stürzte in Cabrera de Mar eine Frau in einen Bach und wurde später im Meer leblos aufgefunden.
Die Bilanz der Zerstörung zeigt die Wucht des Sturms:
Überflutungen: Wassermassen setzten zahlreiche Straßen und Wohnhäuser unter Wasser.
Infrastruktur: Umgestürzte Bäume blockierten Verkehrswege, während auf Ibiza Mülltonnen durch die Straßen trieben.
Rettungsaktionen: Helfer mussten Menschen aus gefluteten Häusern und Autos befreien.
Ausfälle: Aufgrund der Gefahrenlage fiel der Schulunterricht auf Mallorca, Ibiza und Formentera am Montag aus, zudem wurden zahlreiche Events abgesagt.
Warum der Zivilschutz vor Kellern und Flussbetten warnt
Der Zivilschutz warnte vor heftigen Niederschlägen und forderte auf, Aufenthalte im Freien und in Kellern zu vermeiden. Nach sintflutartigen Regenfällen am Sonntag erwarteten Meteorologen für Montag erneut Extremniederschlag.
Die Behörden sehen vor allem in trockengefallenen Flussbetten und Mulden ein hohes Risiko, da sie sich bei heftigem Regen binnen weniger Minuten in reißende Fluten verwandeln können. Wegen der angespannten Lage verlegte die spanische Armee zudem Soldaten vom Festland auf die Inseln.
Was Urlauber auf Mallorca jetzt tun sollten
Reisende auf Mallorca und den Nachbarinseln werden von den Behörden nachdrücklich dazu aufgerufen, nicht zwingend notwendige Fahrten zu meiden und die aktuellen Wettermeldungen aufmerksam zu verfolgen. Wer für die nächsten Tage Flugtickets von oder nach Mallorca, Ibiza sowie Formentera besitzt, sollte sich unbedingt vor dem Aufbruch direkt bei der jeweiligen Airline über den aktuellen Status informieren.
Da die Hauptzufahrtsstraße zum Flughafen auf Ibiza von Sperrungen betroffen ist und in Valencia Züge ausfallen, ist es ratsam, sich frühzeitig über die Verkehrslage zu informieren und mehr Zeit für den Weg zum Terminal einzubringen.
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