In der Nacht auf den 25. Oktober 2026 werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Damit endet die Mitteleuropäische Sommerzeit, und die Mitteleuropäische Zeit gilt wieder.
Geregelt wird der Termin durch eine EU-Vorgabe: Die Sommerzeit endet immer am letzten Sonntag im Oktober. Dadurch liegt der mögliche Termin zwischen dem 25. und dem 31. Oktober – und 2026 trifft es den frühestmöglichen Tag.
Wann genau werden die Uhren umgestellt?
Die Umstellung findet in der Nacht vom Samstag auf Sonntag statt: Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt, die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr läuft also zweimal durch. Diese Konstellation aus frühestmöglichem Datum trat zuletzt 2020 auf und wiederholt sich erst wieder im Jahr 2037. Wer die Uhr am Samstagabend nicht manuell zurückstellt, hat am Sonntag eine Stunde Zeit zu viel eingeplant.
Warum fällt der Termin in diesem Jahr so früh aus?
Ursache dafür ist der Kalender: Weil ein Jahr aus 52 Wochen und einem Zusatztag besteht, verschiebt sich jedes feste Datum von Jahr zu Jahr um genau einen Wochentag. Nach einem Schaltjahr verschiebt sich das Datum sogar um zwei Wochentage. So wandert der letzte Sonntag im Oktober jedes Jahr ein Stück durch den Monat.
Im kommenden Jahr zeigt sich der Effekt bereits wieder: Die Sommerzeit 2027 endet erst am 31. Oktober, dem spätestmöglichen Termin. Während die Sommerzeit 2026 vom 29. März bis zum 25. Oktober dauerte, läuft sie 2027 vom 28. März bis zum 31. Oktober – und damit eine Woche länger.
Wie stark sich das auf die Helligkeit auswirkt, zeigt ein Vergleich der Sonnenuntergänge:
In Berlin geht die Sonne am 25. Oktober 2026 bereits um 16:50 Uhr unter.
In Görlitz ist es am selben Tag schon um 16:46 Uhr dunkel.
Ein Jahr später, am 25. Oktober 2027, bleibt es in Berlin dank der späteren Umstellung noch bis 17:50 Uhr hell.
Wie merkt man sich, in welche Richtung die Uhr wandert?
Eine einfache Eselsbrücke hilft gegen die Verwirrung: Im Frühjahr wird die Uhr eine Stunde vorgestellt, im Herbst eine Stunde zurückgestellt – wer sich merkt, dass die Blätter im Herbst fallen, kann sich vorstellen, dass mit ihnen auch der Zeiger der Uhr zurückfällt. Umgekehrt im Frühling: Wenn die Natur erwacht und nach vorn drängt, springt auch die Uhr eine Stunde nach vorn.
Wer es noch kürzer mag, merkt sich die beiden Jahreszeiten in Reimform: Sommer vor, Winter zurück. Damit lässt sich die Zeitumstellung im Oktober künftig ohne Nachschlagen richtig einstellen.
Wird die Zeitumstellung bald abgeschafft?
Pläne der EU, die halbjährliche Zeitumstellung komplett abzuschaffen, liegen seit Jahren auf Eis. Die Mitgliedsstaaten konnten sich bislang nicht auf eine gemeinsame dauerhafte Zeit einigen. Die EU-Kommission soll bis Ende 2026 Ergebnisse einer Studie zu dem Thema vorlegen.
Bis dahin bleibt es beim gewohnten Rhythmus: Die nächste Zeitumstellung mit Vorstellen der Uhr ist für den 28. März 2027 angesetzt. Am kommenden Wochenende reicht es zunächst, am Samstagabend vor dem Schlafengehen die Uhr eine Stunde zurückzudrehen.
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