Der ÖAMTC vermeldet einen historischen Rekord bei den Spritpreisen in Österreich: Diesel kostete im Oktober 2026 im Schnitt 32,4 Cent mehr pro Liter als Superbenzin – so groß war der Abstand noch nie. Die staatliche Spritpreisbremse wurde zur gleichen Zeit angehoben, Dieselfahrer spüren davon aber deutlich weniger als Benzinfahrer. Wer häufig tankt, zahlt dadurch spürbar drauf.
Noch im Jänner 2026 lag der Unterschied zwischen beiden Kraftstoffsorten bei gerade einmal 3,3 Cent pro Liter – seither hat sich die Lücke fast verzehnfacht. Der ÖAMTC macht das nicht allein an den Rohölpreisen fest: Im Oktober kostete Rohöl ähnlich viel wie im März 2026, die Spritpreise lagen trotz der staatlichen Entlastung aber deutlich höher.
Warum ist die Lücke zwischen Diesel und Super so groß geworden?
Beide Kraftstoffe wurden im Oktober zwar billiger, aber unterschiedlich stark. Während Superbenzin spürbar nachgab, bewegte sich Diesel kaum.
Der Literpreis für Superbenzin sank von 1,921 Euro im September auf 1,816 Euro im Oktober – ein Minus von 10,5 Cent.
Bei Diesel ging der Preis im gleichen Monat lediglich von 2,195 Euro auf 2,140 Euro zurück, also nur um 5,5 Cent.
Laut ÖAMTC war das der größte je gemessene Abstand zwischen beiden Sorten.
Anfang Oktober sanken die Dieselpreise zunächst stärker, stiegen dann aber wieder an.
Wie stark hilft die erhöhte Spritpreisbremse?
Die österreichische Spritpreisbremse wurde ab Oktober 2026 um rund 10 Cent erhöht und entlastet seither insgesamt um 12,2 Cent pro Liter. Für Dieselfahrer reicht das aber offenbar nicht, um mit den Benzinpreisen gleichzuziehen. Nach Einschätzung des ÖAMTC wäre Diesel im Oktober ohne diese staatliche Entlastung womöglich sogar teurer gewesen als beim bisherigen Höchststand.
Was bedeutet das für Autofahrer an der Zapfsäule?
Wer mit einem 50-Liter-Tank unterwegs ist, zahlt den Unterschied unmittelbar: Diesel kostet bei 2,140 Euro pro Liter 107,00 Euro pro Tankfüllung, Superbenzin bei 1,816 Euro nur 90,80 Euro. Macht 16,20 Euro Differenz pro Tankfüllung allein durch den Preisabstand von 32,4 Cent je Liter – unabhängig vom Verbrauch des Fahrzeugs.
Wer in U-Bahn, Bus oder Tram gegen die Beförderungsregeln verstößt, zahlt ab sofort pauschal 50 Euro – die bisherige Schonzeit mit Verwarnungen ist vorbei.
Schon ab 0,5 Promille drohen Autofahrern in Österreich empfindliche Geldstrafen – wer zusätzlich eine Nachschulung braucht, zahlt schnell fast 3.900 Euro.
Ein neuer WWF-Report zeigt: In Kärnten sind mehr als 90 % der ökologisch wertvollen Flussstrecken rechtlich nicht vor weiterem Wasserkraftausbau geschützt – während Hitze und Dürre die Wasserversorgung zunehmend belasten.