Ein Mittelmeer-Tiefdruckgebiet bringt am Mittwoch kräftigen Regen nach Kärnten. Die Österreichische Unwetterzentrale hat deshalb eine Unwetterwarnung für Kärnten mit bis zu 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter ausgesprochen. Besonders betroffen sind die Bezirke Hermagor, Spittal an der Drau und Villach-Land.
Die Warnstufen fallen unterschiedlich aus: Für Hermagor gilt eine rote Vorwarnung, für Spittal an der Drau und Villach-Land eine orangefarbene Warnung. Auch Geosphere Austria hat für Spittal an der Drau und Hermagor eigene Regenwarnungen herausgegeben.
Wo fällt der meiste Regen?
Entlang der Karnischen Alpen sowie im Gailtal, im Oberen Drautal und im Mölltal ist über Stunden hinweg mit kräftigem Regen zu rechnen. In diesen Tälern kommen die genannten 40 bis 80 Liter pro Quadratmeter zusammen. Zusätzlich können in den betroffenen Gebieten Gewitter eingelagert sein, was die Niederschlagsmenge örtlich noch verstärkt.
In Unterkärnten bleibt es am Vormittag noch ruhig. Die Schauerbereitschaft steigt dort demnach erst am Nachmittag deutlich an. Wer in Unterkärnten unterwegs ist, muss also erst im Tagesverlauf mit nasseren Straßen rechnen, während es in den westlichen Tälern bereits am Vormittag losgehen kann.
Was bedeutet das für Autofahrer und Pendler?
Starkregen über mehrere Stunden erhöht auf den betroffenen Straßen die Gefahr von Aquaplaning und kurzfristigen Überflutungen auf der Fahrbahn, besonders in den engen Tälern der Karnischen Alpen, im Gailtal, im Oberen Drautal und im Mölltal. Wer in diesen Regionen pendelt, sollte für den Mittwoch mit deutlich längeren Fahrzeiten und schlechter Sicht rechnen.
In Hermagor gilt die höchste Warnstufe (rot), hier ist mit den stärksten Auswirkungen zu rechnen.
In Spittal an der Drau und Villach-Land gilt orange, also eine spürbare, aber etwas geringere Gefährdungsstufe.
Eingelagerte Gewitter können die Sicht zusätzlich kurzfristig verschlechtern.
Wie geht es ab Donnerstag weiter?
In der Nacht zum Donnerstag sinkt die Schneefallgrenze laut Geosphere Austria auf unter 1.500 Meter Seehöhe. Wer am Donnerstagmorgen über höher gelegene Straßen oder Pässe in den betroffenen Bezirken fährt, sollte daher mit Schnee statt Regen rechnen und die Fahrweise entsprechend früh anpassen.
Wer in den nächsten Stunden durch Hermagor, Spittal an der Drau oder Villach-Land unterwegs ist, sollte aktuelle Warnmeldungen im Blick behalten und die Fahrt bei starkem Regen möglichst unterbrechen, bis sich die Lage beruhigt.
In Oberösterreich hat sich die Zahl diagnostizierter Fälle binnen zwei Jahren mehr als verdoppelt – während die Vorsorgeuntersuchung für viele Kinder lückenhaft bleibt.
Oberhalb von 1.800 Metern hat es in den Alpen bereits geschneit, in mittleren Lagen zwischen 500 und 800 Metern rechnen Meteorologen erst Anfang bis Mitte November mit den ersten Flocken.