Die IHK Karlsruhe warnt ihre Mitgliedsunternehmen aktuell vor mehreren Betrugsmaschen mit Phishing-Mails, bei denen Kriminelle die Identität von Behörden und der Kammer selbst missbrauchen. Ziel der Täter sind Bankdaten, Ausweiskopien und in einem Fall ein kostenpflichtiger Werbevertrag für die Messe Einstieg Beruf. Die Kammer rät Unternehmen, keine Daten über Links oder QR-Codes aus unerwarteten Schreiben preiszugeben.
Falsche IHK-Post mit QR-Code fragt nach Bankdaten
Derzeit landen bei Firmen gefälschte Briefe, die optisch offiziellen IHK-Mitteilungen ähneln und dazu auffordern, hinterlegte Unternehmensdaten zu erneuern. In den Schreiben bauen die Betrüger mit angeblich drohenden Konsequenzen oder Nachteilen bei Registereinträgen Druck auf.
Über einen aufgedruckten QR-Code gelangen Empfänger auf eine Webseite, die Unternehmens- und teilweise Bankverbindungsdaten abfragt. Nach dem Besuch der Seite folgen laut IHK Karlsruhe teilweise Anrufe angeblicher Bankmitarbeiter, wobei auf dem Display sogar die echte Rufnummer der Kammer erscheint.
Gefälschte Mails tragen den Namen einer Staatssekretärin
Diese Nachrichten sind häufig mit dem Titel Staatssekretärin unterzeichnet, um Seriosität vorzutäuschen.
Eine weitere Variante trägt den Betreff „Erinnerung: Zeitnahe Aktualisierung Ihrer Firmendaten erbeten“ und fordert Unternehmen auf, ihre Angaben über einen Link zu aktualisieren. Diese E-Mails verwenden IHK-Logos und Namen vermeintlicher Mitarbeiterinnen, enthalten aber auffällig keine Umlaute und kein ß.
Masche mit dem Versicherungsvermittlerregister verlangt Ausweiskopien
Bei einer dritten Methode rufen Betrüger an, geben sich als IHK-Mitarbeiter aus und behaupten, zur erneuten Legitimation eines Eintrags im Versicherungsvermittlerregister seien persönliche Daten nötig. Nach dem Anruf erhalten die Angerufenen täuschend echt aufgemachte Mails mit dem Betreff „Legitimation“, die ein Foto oder eine Kopie des Ausweisdokuments anfordern.
Die Daten sollen an eine Adresse mit dem Muster legitimation@XXX-ihk.info geschickt werden. Eine solche Adresse ist ein klares Warnsignal, da sie nicht zur offiziellen Domain der Kammer gehört.
1.212 Euro für Werbung auf der Messe Einstieg Beruf
Aussteller der Messe Einstieg Beruf erhalten zudem Schreiben mit Formularen, die zur Aktualisierung von Firmendaten auffordern. Hinter dem feinen Text versteckt sich allerdings eine Bestellung für eine dreijährige Online-Werbeschaltung zu einem Jahrespreis von 1.212,00 Euro.
Wer unterschreibt, stimmt damit zugleich zu, dass eigene Inhalte, Fotos und Logos verwendet werden dürfen, und akzeptiert zusätzlich, dass costa-ricanisches Recht für den Vertrag gilt. Demnach Karlsruhe steht der Absender dieser Schreiben nicht in Verbindung mit der Kammer oder den Veranstaltern der Messe.
Was Unternehmen jetzt tun können
Nach eigener Darstellung fordert die IHK Karlsruhe ihre Mitgliedsbetriebe grundsätzlich nie per E-Mail dazu auf, Unternehmensdaten über einen angegebenen Link zu aktualisieren. Wer ein verdächtiges Schreiben oder eine E-Mail erhält, sollte keine Links oder QR-Codes öffnen und keine Bank- oder Ausweisdaten versenden.
Bei Zweifeln hilft ein Anruf unter der auf der offiziellen Webseite der zuständigen Kammer hinterlegten Nummer, nicht unter der im verdächtigen Schreiben genannten. Formulare mit Kleingedrucktem sollten vor der Unterschrift vollständig gelesen werden, besonders Klauseln zu Vertragslaufzeit, Preis und anwendbarem Recht.
Die strategische Reserve der kanadischen Provinz Quebec ist bis Ende Februar 2027 leer – gleichzeitig füllten sich die Lager der Käufer zuletzt um mehr als 35 Millionen Pfund.
Auf der B154 bei Zell am Moos kam ein Lastwagen mit 1.400 Hühnern von der Fahrbahn ab, der Anhänger mit 700 Tieren kippte um – mehr als 60 Einsatzkräfte rückten aus.