In Burgdorf ist ein Bereich des Spielplatzes in der Leuschnerstraße vorerst gesperrt worden, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Grund ist ein vermehrtes Wachstum von Grünen Knollenblätterpilzen, das die städtischen Servicebetriebe bei einer Routinekontrolle festgestellt haben. Die Pilzart gilt als eine der giftigsten überhaupt und kann beim Verzehr lebensgefährliche Vergiftungen auslösen.
Was jetzt gilt
Der betroffene Bereich des Spielplatzes bleibt bis auf Weiteres abgesperrt. Eltern und Kinder sollen die Fläche meiden, bis die Stadt Burgdorf Entwarnung gibt. Eine konkrete Frist für die Aufhebung nennt die Stadt bislang nicht.
Warum die Gefahr groß ist
Der Grüne Knollenblätterpilz sieht auf den ersten Blick unscheinbar aus, enthält aber Giftstoffe, die die Leber schwer schädigen können. Schon der Verzehr geringer Mengen kann für Kinder gefährlich werden. Genau deshalb reagiert die Stadt bei einem Fund auf einem Kinderspielplatz mit einer sofortigen Sperrung.
Kontrollen laufen verschärft
Seit Beginn der aktuellen Pilzsaison lässt die Stadt Burgdorf die Spielplätze im Stadtgebiet intensiver kontrollieren als sonst. Bereits im Vorjahr hatte die Kommune mehrere Anlagen vorübergehend gesperrt, weil die Pilzart dort verstärkt aufgetreten war. Die Erfahrung aus dieser Saison fließt nun in die laufenden Kontrollen ein.
Wie es weitergeht
Die gefundenen Pilze werden nach Angaben der Stadt Burgdorf regelmäßig entfernt. Bei günstiger Witterung können sich jedoch bereits innerhalb eines Tages neue Fruchtkörper bilden, sodass einmalige Kontrollen nicht ausreichen.
Die Stadt schließt nicht aus, dass bestehende Sperrungen in den kommenden Wochen ausgeweitet oder weitere Spielplätze geschlossen werden müssen. Ein gesperrter Bereich wird erst dann wieder freigegeben, wenn Kontrollen keinen weiteren Pilzbewuchs mehr feststellen.
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