In sechs Bundesländern enden am kommenden Wochenende die Herbstferien, in Baden-Württemberg beginnen sie gleichzeitig, und fünf weitere Bundesländer starten in ihre zweite Ferienwoche. Der ADAC warnt deshalb vor erhöhtem Staurisiko, denn die Rückreisewelle trifft auf den Beginn neuer Reisen. Rund 1.100 Autobahnbaustellen bundesweit verschärfen die Lage zusätzlich.
Sechs Bundesländer beenden die Ferien, fünf weitere starten die zweite Woche
Für Kurzurlauber und Wochenendausflügler aus den fünf Bundesländern in der zweiten Ferienwoche überschneidet sich die Rückreisewelle der Heimkehrer mit dem Beginn des Reiseverkehrs nach Baden-Württemberg.
Freitagnachmittag und Samstagvormittag werden laut ADAC am vollsten
Nach Einschätzung des ADAC ist besonders am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag mit erhöhtem Reiseverkehr zu rechnen. Wer seine Fahrt zeitlich verschieben kann, etwa auf den späten Samstagabend oder den Sonntag, umgeht nach dieser Einschätzung die größten Verzögerungen. Pendler und Berufsreisende sollten für Fahrten durch die betroffenen Zeitfenster zusätzliche Pufferzeit einplanen.
Warum gerade Routen nach Süden und zu den Alpen betroffen sind
Der ADAC stuft vor allem Routen in Richtung Süden sowie Strecken zu Küsten und Seen als staugefährdet ein. Auf den klassischen Alpentransitrouten gilt das besonders: Die Tauernautobahn, die Brennerautobahn und die Gotthardroute gehören laut ADAC zu den Engpässen, ebenso Strecken in Norditalien.
Wer ins Alpengebiet oder weiter nach Süden fährt, trifft damit gleich auf zwei Ursachen für Verzögerungen: die Ferienüberschneidung und die topografisch engen Pass- und Tunnelstrecken.
Diese Autobahnen gelten schon länger als Dauerbrenner
Unabhängig vom aktuellen Wochenende hatte die Autobahn GmbH des Bundes bereits im September 2026 für die gesamten Herbstferien mehrere Strecken als besonders staugefährdet benannt. Dazu zählen die A3, die A5, die A7 und die A9 sowie die A8 zwischen Karlsruhe und Salzburg. Auch die A93 zwischen Rosenheim und Kiefersfelden sowie die A99 rund um München führte die Behörde als Engpässe auf.
Nach Einschätzung der Autobahn GmbH war die Woche vom 12. bis 18. Oktober 2026 bereits eine der verkehrsreichsten der Saison, mit einer besonders hohen Belastung am 16. und 17. Oktober.
Insgesamt sollte der Gesamtreiseverkehr in den Herbstferien 2026 nach dieser Prognose aber geringer ausfallen als im Vorjahr, unter anderem weil der Tag der Deutschen Einheit, der Reformationstag und Allerheiligen 2026 auf ein Wochenende fallen und damit weniger verlängerte Wochenenden entstehen.
Was Autofahrer jetzt einplanen sollten
Fahrten am Freitagnachmittag oder Samstagvormittag möglichst auf den späten Samstagabend oder Sonntag verlegen.
Auf den zahlreichen Baustellen bundesweit zusätzliche Fahrzeit einrechnen.
Bei Fahrten über Tauern-, Brenner- oder Gotthardroute frühzeitig aktuelle Verkehrsmeldungen prüfen.
Für die Rückreise aus den endenden Herbstferien-Bundesländern alternative Abfahrtszeiten in Betracht ziehen.
Wer eine der genannten Routen für die kommenden Tage plant, sollte sich kurz vor Fahrtantritt noch einmal über aktuelle Staumeldungen informieren, da sich die Lage je nach Wetter und Baustellenfortschritt kurzfristig ändern kann.
Die GeoSphere Austria erwartet in Spittal an der Drau, Hermagor und Osttirol zwischen 40 und 80 Millimeter Regen, während im Osten noch die Sonne scheint.