Hofer rüstet nach eigenen Angaben mehr als 170 Filialen in Österreich mit zusätzlichen Selbstbedienungskassen aus. Die Umrüstung läuft seit Herbst 2026 und soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Betroffen sind Standorte in allen Bundesländern, in der Steiermark sind es rechnerisch bis zu 26 der 83 Filialen.
Was sich ändert
An den neuen Terminals scannen Kunden ihre Waren selbst per Barcode und bezahlen anschließend direkt am Gerät. Lose Obst-, Gemüse- und Backwaren erfassen Kunden über einen Touchscreen, der die Auswahl der jeweiligen Sorte ermöglicht.
Die herkömmlichen, mit Personal besetzten Kassen bleiben laut Hofer in jeder Filiale zusätzlich in Betrieb, keine Filiale wird ausschließlich auf Selbstbedienung umgestellt. Mitarbeiter stehen bereit, wenn an den SB-Kassen Probleme auftreten.
Wer betroffen ist
Hofer betreibt insgesamt rund 540 Filialen in Österreich. In der Steiermark sind es 83 Standorte, davon allein 20 in Graz. Die Supermarktkette hatte bereits im Mai 2024 angekündigt, Selbstbedienungskassen in bis zu 200 Filialen einzuführen, mit 50 Standorten ab 2025. 2025 führte das Unternehmen zusätzlich eine neue Doppelkassa ein, die den Abkassiervorgang beschleunigen sollte.
Warum Hofer umrüstet
Eine Erhebung des Handelsverbandes zeigt, dass 47 % der Österreicher Selbstbedienungskassen gerne nutzen. Besonders hoch liegt die Zustimmung bei der Generation Z mit 82 %, bei Millennials sind es zwei von drei. Bei Babyboomern und älteren Personen liegt der Anteil dagegen nur bei 20 %.
Regional unterscheidet sich die Akzeptanz: In Oberösterreich und Salzburg nutzen 53 % der Befragten Selbstbedienungskassen gerne, in der Steiermark und Kärnten sind es rund vier von zehn. Als wichtigsten Grund nennen 36 % der Befragten die Zeitersparnis, dazu kommen das eigene Einkaufstempo und ein kontaktloser Ablauf an der Kasse.
Sorge um Arbeitsplätze
Trotz der hohen Zustimmung sorgt sich laut Handelsverband etwas mehr als jeder Dritte um den Verlust von Arbeitsplätzen durch Selbstbedienungskassen. Gleichzeitig wollen 76 % der Befragten auch künftig zwischen Selbstbedienung und einer bedienten Kasse wählen können.
Der steuerpflichtige Anteil der Rente steigt seit 2023 nur noch um 0,5 statt um 1 Prozentpunkt pro Jahr – vor allem spätere Jahrgänge sparen dadurch deutlich.