Wer in einer Wohnung einer gemeinnützigen Bauvereinigung lebt, zahlt im Schnitt 228 Euro weniger Miete im Monat als auf dem freien Markt. Das geht aus einer Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) hervor. Grundlage ist ein Vergleich von Mietkosten in gemeinnützigen und privaten Wohnungen in ganz Österreich.
Damit lässt sich beim Thema Miete sparen vor allem über die Wohnform ein spürbarer Unterschied erzielen. Die Studie knüpft an eine Vorgängeruntersuchung aus dem Jahr 2021 an und zeigt laut WIFO, dass die ökonomische Bedeutung gemeinnütziger Bauvereinigungen seither deutlich zugenommen hat.
Wie groß ist der Mietvorteil wirklich?
Bewohner gemeinnütziger Wohnungen zahlen der Studie zufolge im Durchschnitt rund ein Viertel weniger Miete als für eine vergleichbare private Wohnung. In Summe ergibt das einen jährlichen Wohnkostenvorteil von etwa 2,5 Milliarden Euro für Österreich, wenn auch die preisdämpfende Wirkung auf den gesamten privaten Mietmarkt eingerechnet wird.
Steigt der Anteil gemeinnütziger Wohnungen in einer Region um zehn Prozentpunkte, sinken laut WIFO auch die privaten Mieten dort um durchschnittlich 0,30 Euro pro Quadratmeter.
Mehr als eine Million Wohnungen werden von den 173 gemeinnützigen Wohnbauträgern in Österreich verwaltet, in denen mehr als zwei Millionen Menschen wohnen.
Warum sind die Unterschiede von Bundesland zu Bundesland so groß?
Besonders deutlich fällt der Vorteil in angespannten Wohnungsmärkten aus, wie die Studie zeigt. Je dichter eine Gemeinde besiedelt ist, desto höher liegt der Mietvorteil des gemeinnützigen Wohnbaus gegenüber ländlichen Regionen.
In Tirol beträgt der regionale Mietvorteil rund 5,0 Euro pro Quadratmeter, der höchste Wert aller Bundesländer.
In Wien liegt der Vorteil bei etwa 4,7 Euro pro Quadratmeter.
In Salzburg und Vorarlberg sind es jeweils rund 4,5 Euro pro Quadratmeter.
Auch bei Gebäuden, die ab dem Jahr 2011 neu gebaut wurden, liegt der Mietvorteil bei etwa 4,5 Euro je Quadratmeter.
Was bedeutet das für den gesamten Wohnungsmarkt?
Die niedrigeren Wohnkosten wirken sich laut WIFO auch auf die Gesamtwirtschaft aus: Die zusätzliche Kaufkraft durch günstigere Mieten trägt demnach jährlich mit bis zu 2 Milliarden Euro zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt bei.
Zugleich spart der gemeinnützige Wohnbau dem Staat jährlich schätzungsweise 280 Millionen Euro, da dadurch der Bedarf an Wohnbeihilfe und Sozialhilfe sinkt. Zum Vergleich: Die gesamten österreichischen Ausgaben für Wohnbeihilfen liegen derzeit bei etwa 300 Millionen Euro jährlich.
Ein besonders großer Teil des Mietvorteils kommt dabei Haushalten mit niedrigeren Einkommen zugute, wie Verbandsobleute betonen.
Zwischen Linz-Stadt, Enns, Mauthausen und Katsdorf fuhr ein Elektrobus mit Platz für 32 Fahrgäste zur Probe, während die ÖBB parallel einen fahrerlosen Bus in Tirol testen.
Zum Jahreswechsel sinken die Netzentgelte dank eines Bundeszuschusses von 6,5 Milliarden Euro – doch die Entlastung fällt je nach Bundesland sehr unterschiedlich aus.