Die Steiermark steuert auf eine deutlich höhere Verschuldung zu: Die Landesregierung beschloss den Budgetentwurf für 2027 mit einem Defizit von 594 Millionen Euro. Die Zinsausgaben des Landes steigen dadurch spürbar, und Steuerzahler müssen künftig mit höheren Kosten für die Schuldentilgung rechnen.
Im Budgetentwurf für 2027 kalkuliert das Land mit Einnahmen in Höhe von 8,86 Milliarden Euro, während die Ausgaben bei 9,45 Milliarden Euro liegen sollen. Gegenüber 2026 wachsen die Einnahmen um 446 Millionen Euro, die Ausgaben um 205 Millionen Euro. Das geplante Defizit liegt damit um 79 Millionen Euro über der Vorgabe des Stabilitätspakts.
Wie hoch ist die Verschuldung der Steiermark tatsächlich?
Bis zum Jahresende 2027 soll der gesamte Schuldenberg des Landes auf 8,86 Milliarden Euro anwachsen. Zwischen Ende 2025 und Ende 2027 wächst die Verschuldung damit um 1,44 Milliarden Euro, ein Plus von 19 %. Dieses Tempo ist der Grund, warum die Zinslast des Landes in den kommenden Jahren deutlich zunimmt.
Für 2027 plant die Steiermark Zinsausgaben von 190 Millionen Euro. Im laufenden Jahr 2026 liegen die Zinsausgaben noch um 43 Millionen Euro niedriger, also bei rund 147 Millionen Euro. Der Anstieg zeigt, wie stark sich die wachsende Schuldenlast bereits im kommenden Haushaltsjahr bemerkbar macht.
Rechenbeispiel
190 Millionen Euro Zinsausgaben im Jahr 2027 ergeben, auf 365 Tage verteilt, rund 520.000 Euro pro Tag – also knapp eine halbe Million Euro täglich. Im laufenden Jahr 2026 sind es mit rund 147 Millionen Euro im Jahr noch etwa 403.000 Euro pro Tag. Die tägliche Zinslast steigt damit binnen eines Jahres um mehr als 100.000 Euro.
Was warnt der Landesrechnungshof vor 2029?
Nach Einschätzung des Landesrechnungshofs könnte der Schuldenberg der Steiermark bis 2029 die Marke von zehn Milliarden Euro überschreiten. Rechnet man das auf die Bevölkerung um, würde die Pro-Kopf-Verschuldung von rund 5.833 Euro im Jahr 2025 auf knapp 8.000 Euro ansteigen. Für jeden Einwohner des Bundeslandes bedeutet das eine deutlich höhere statistische Schuldenlast.
Im Budgetentwurf 2027 sind daneben mehrere konkrete Ausgabenposten vorgesehen, die zeigen, wohin ein Teil der zusätzlichen Mittel fließt:
Die Steirische Wirtschaftsförderung erhält Zuschüsse von 21,48 Millionen Euro.
Die COMET-Kompetenzzentren bekommen 12,77 Millionen Euro, mit einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr.
Für Planung, Instandsetzung und Neubau von Landesstraßen sind 84,2 Millionen Euro vorgesehen.
Die Teuerung im Straßenbau beziffert Claudia Holzer mit durchschnittlich 10 %.
Der Landesrechnungshof hat seine Einschätzung zu den möglichen Schulden bis 2029 bereits in die Budgetdebatte eingebracht. Ob die Steiermark die Warnung durch zusätzliche Sparmaßnahmen oder höhere Einnahmen abfedern kann, entscheidet sich mit den kommenden Landesbudgets.
Wer im Vorverkauf zuschlägt, zahlt für die Saisonkarte am Arlberg 432 Euro weniger als später im Winter – doch auch der Vorverkaufspreis liegt schon über dem Vorjahr.
Seit 1. Oktober 2026 müssen Unternehmen ihre SMS-Absendernamen bei der RTR eintragen lassen – allein heuer gingen bereits mehr als 9.000 Beschwerden zu Betrugs-SMS bei der Behörde ein.