An der Zugspitze und im umliegenden Alpenraum ist der Wintereinbruch binnen weniger Tage eingetroffen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sinkt die Schneefallgrenze am Alpenrand bis zum Wochenende auf etwa 1.000 Meter. Autofahrer und Wanderer in der beliebten Tourismusregion nahe der Grenze zu Österreich müssen sich auf winterliche Straßen- und Wegeverhältnisse einstellen.
Zwischen Mittwoch und Freitag sinken die Temperaturen um mehr als 13 Grad
Noch bis Anfang Oktober lag über Deutschland ein stabiles Hochdruckgebiet, am 7. Oktober wurden an zahlreichen Stationen über 25 Grad gemessen. Ab Mittwochabend schob sich eine Kaltfront aus westlicher Richtung heran und drängte das Hoch in Richtung Atlantik ab. Ein kräftiges Tief über Skandinavien lenkt polare Kaltluft bis an die Alpen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt. Binnen zwei Tagen beträgt der Temperatursturz damit bis zu 15 Grad.
Im Allgäu, Berchtesgadener Land und um die Zugspitze fallen bis zu 20 Zentimeter Schnee
Oberhalb von 1.500 Metern bildet sich zunächst eine dünne Neuschneeauflage von wenigen Zentimetern.
Damit könnte in den höheren Lagen der bayerischen Alpen schon in dieser Woche der erste Schnee der Saison liegen, während tiefer gelegene Regionen vorerst eher mit Regen und Graupel rechnen müssen. Dort ist nach Einschätzung des Meteorologen auch Boden- oder Nachtfrost möglich.
Vor dem Schnee brachte die Kaltfront Sturm und Starkregen
Schon am Mittwochabend hatte der Deutsche Wetterdienst Warnungen vor Starkregen mit bis zu 20 Litern je Quadratmeter sowie vor Windböen bis zu 65 Kilometern pro Stunde herausgegeben. Am Donnerstag fielen im Schwarzwald bis zu 25 Liter Regen pro Quadratmeter, am Alpenrand waren es bis zu 50 Liter. An der Küste wurden zeitgleich Sturmböen von bis zu 80 Kilometern pro Stunde gemessen.
Zu Beginn der Woche hatten die Temperaturen am Oberrhein, in der Pfalz und im Breisgau noch Werte von bis zu 24 Grad erreicht. Der scharfe Kontrast zwischen milder Vorwoche und Kaltfront zeigt, wie schnell sich die Wetterlage in diesem Oktober gedreht hat.
Was Autofahrer und Wanderer jetzt beachten sollten
Wer in den kommenden Tagen in Richtung Zugspitze, Allgäu oder Berchtesgadener Land unterwegs ist, sollte Fahrzeuge auf winterliche Straßen vorbereiten und festes Schuhwerk sowie warme Kleidung für Touren einplanen.
Langfristig rechnen mehrere Modelle mit einem milderen Winter 2026/27: Die Jahreszeitenvorhersage des Deutschen Wetterdienstes und das europäische ECMWF-Modell deuten für Deutschland, besonders im Süden, auf Temperaturen über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020 hin. Für die kommenden Tage bleibt der Wintereinbruch an der Zugspitze davon unberührt.
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