Im September 2026 lag der Anteil rein elektrischer Pkw an den Neuzulassungen in Österreich erstmals über einem Drittel, mit einem Marktanteil von 33,6 %. Diese Marke hatte zuvor kein einziger Monat erreicht.
Insgesamt wurden 9.723 der 28.968 im September neu zugelassenen Pkw rein elektrisch zugelassen.
Das Ministerium betont allerdings, der hohe Wert bei den Neuzulassungen lasse sich nicht auf den gesamten Fahrzeugbestand übertragen: Noch fährt bei Weitem nicht jedes dritte Auto in Österreich elektrisch, weil sich der Bestand an Fahrzeugen insgesamt viel langsamer wandelt als die monatlichen Zulassungszahlen.
Wie sich der deutsche Markt im selben Monat entwickelt
In Deutschland fiel der Umbruch im September 2026 nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts noch deutlicher aus. Von insgesamt 256.774 Neuzulassungen entfielen 88.599 Fahrzeuge auf reine Elektroautos, ein Marktanteil von 34,5 %. Die Gesamtzulassungen stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat, private Neuzulassungen machten 40,3 % des Marktes aus und wuchsen besonders stark.
Bei den Verbrennern zeigt sich die Kehrseite des Booms: Reine Benzin-Pkw kamen nur noch auf 44.632 Neuzulassungen, rund ein Sechstel des Marktes. Diesel-Pkw erreichten 23.058 Fahrzeuge und 9,0 %. Hybridfahrzeuge insgesamt hielten mit 38,5 % Marktanteil gegen, angeführt von Plug-in-Hybriden mit 27.861 Neuzulassungen, etwa jedem neunten Neuwagen. Tesla verzeichnete gegenüber dem Vorjahresmonat einen Zuwachs und kam auf einen Marktanteil von 4,9 %.
Was die Regierung für Ladeinfrastruktur und Information plant
Österreich verfügt nach Angaben des Mobilitätsministeriums bereits über mehr als 40.000 öffentliche Ladepunkte. Die Bundesregierung hat dazu die Initiative eMOVE Austria gestartet, um Maßnahmen zur Elektromobilität zu bündeln und das Ladenetz weiter auszubauen.
Besonders vorangetrieben werden soll der Bau neuer Ladepunkte an Autobahnen und Schnellstraßen. Das Ministerium plant zudem Änderungen im Bundesstraßengesetz, damit sich Projekte für den Ladeinfrastruktur-Ausbau schneller umsetzen lassen, und will dabei auch ländliche Regionen ausreichend versorgen.
Parallel dazu läuft die Informationskampagne „Keine E-ngste mehr“, die Unsicherheiten zur Elektromobilität abbauen soll. Im Zentrum stehen häufige Fragen zu Reichweite, Verfügbarkeit von Ladestationen, Lebensdauer der Batterien und den Kosten. Minister Hanke betont, die Kampagne solle informieren, nicht überreden.
Was der Trend für Autokäufer bedeutet
Für Kaufinteressierte zeigt der Vergleich beider Länder, dass das Angebot an Elektroautos im Handel rasch wächst und der Anteil an Verbrennern in den Schauräumen entsprechend sinkt. Die Bundesregierung sieht in der Entwicklung auch einen Beitrag zur Energieunabhängigkeit von Ölimporten, da Elektrofahrzeuge zunehmend mit Strom aus heimischen erneuerbaren Quellen fahren.
Wer einen Neuwagen plant, trifft damit auf ein größeres Angebot an E-Modellen und auf einen Ladeinfrastruktur-Ausbau, der laut Ministerium gerade erst anläuft. Wer sich für ein Elektroauto entscheidet, kann sich bei offenen Fragen zu Reichweite, Akku-Lebensdauer oder Kosten an die Informationskampagne des Ministeriums wenden, bevor die nächste Kaufentscheidung ansteht.
Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 bringen die ÖBB neue Direktverbindungen – parallel müssen Reisende aber mit langen Streckensperren in Deutschland rechnen.
Immer mehr Firmenpleiten lassen sich kaum noch finanzieren: Allein in Österreich wurden 2025 rund 6.810 Unternehmensinsolvenzen gezählt, viele davon mangels Masse gar nicht erst eröffnet.