Mit dem ÖBB-Fahrplan 2027 ändert sich für Bahnreisende einiges: Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 kommen neue Verbindungen im In- und Ausland dazu, zudem sollen zusätzliche Fahrzeuge im Einsatz sein. Gleichzeitig sorgen Bauarbeiten in Deutschland für monatelange Streckensperren auf wichtigen Verbindungen.
Neue Verbindungen ab Dezember
Zwischen Graz und Villach bieten die ÖBB künftig zusätzliche Interregio-Verbindungen am Tagesrand an. Züge zwischen Graz und Maribor halten ab dem Fahrplanwechsel zudem am Flughafen Graz. Unter der Woche startet zudem ein zusätzlicher Frühzug um 4.48 Uhr in Graz, der die Kärntner Landeshauptstadt bereits um 5.47 Uhr erreicht.
Mehr Tempo nach Linz
Von Juli 2027 an verkehren zwischen Graz und Linz pro Richtung drei zusätzliche IC-Züge täglich im Auftrag der ÖBB. Zusammen mit den bestehenden Interregio-Verbindungen stehen dann elf tägliche Direktzüge pro Richtung zwischen den beiden Städten zur Verfügung.
Sobald die Strecke zwischen Passau und Nürnberg fertig saniert ist, rollen außerdem erneut ICE-Züge von Österreich in Richtung Nürnberg, Frankfurt, Dortmund und Berlin; ab dem Fahrplanwechsel gibt es demnach zehn ICE-Verbindungen täglich zwischen Wien und Nürnberg.
Neue Ziele im Ausland
Von Sommer 2027 an soll der italienische Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa auf der Route München–Innsbruck–Mailand–Rom unterwegs sein. Nach Belgrad planen die ÖBB zwei tägliche Direktverbindungen pro Richtung mit einer Fahrzeit von rund sechseinhalb Stunden. Ob dieser Start gelingt, hängt jedoch noch von der ausstehenden Streckenzulassung in Ungarn ab. Zusätzlich sollen neue Verbindungen in die Slowakei eingerichtet werden.
57 neue Züge
Bis Ende 2027 sollen laut Planung 57 weitere Fahrzeuge dazukommen, unter ihnen 27 doppelstöckige Cityjets für den Nahverkehr. Sechs neue Züge sind für die Verbindung zwischen Tirol und Südtirol vorgesehen – dadurch soll der bisher nötige Umstieg am Brenner entfallen.
Sperren in Deutschland
Wer Richtung Deutschland weiterreist, muss sich auf Einschränkungen einstellen. Die Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt wird vom 15. Mai bis 19. Juli 2027 gesperrt, die Umleitung verlängert die Fahrzeit um rund 75 Minuten. Zwischen Duisburg und Dortmund ist eine weitere Sperrung mit Umleitung vom 10. Juli bis 15. Oktober 2027 angesetzt.
Im September 2026 fuhr erstmals mehr als jeder dritte neu zugelassene Pkw in Österreich rein elektrisch, in Deutschland lag der Anteil mit 34,5 % sogar noch höher.
Immer mehr Firmenpleiten lassen sich kaum noch finanzieren: Allein in Österreich wurden 2025 rund 6.810 Unternehmensinsolvenzen gezählt, viele davon mangels Masse gar nicht erst eröffnet.