Eine Sicherheitslücke namens SMS des Todes versetzt Android-Smartphones in eine Neustartschleife, aus der viele Geräte kaum noch herauskommen. Im schlimmsten Fall startet das betroffene Smartphone etwa alle 90 Sekunden neu. Veröffentlicht wurde die Schwachstelle am 29. Oktober 2026 durch den Sicherheitsforscher Mark Blaszczyk.
Blaszczyk hatte die Lücke bereits am 5. Mai 2026 an Google gemeldet. Google lehnte eine Behebung zunächst ab, das Entwicklerteam von GrapheneOS vermutet, dass der Hinweis dabei versehentlich falsch abgelegt wurde. Google erstellte die Korrektur demnach erst am 15. Juni 2026 und lieferte den Patch im Oktober-Sicherheitsupdate aus; im November-Sicherheitsbulletin 2026 wird die Schwachstelle als kritisch eingestuft.
Welche Android-Geräte sind betroffen?
Die Lücke betrifft Geräte mit Android-Versionen zwischen 12 und 17, solange kein geeignetes Sicherheitsupdate installiert wurde. Für die Versionen 14 bis 17 gibt es den Patch bereits im Oktober-Update 2026, für die Versionen 12 und 13 stellt Google keinen Fix mehr bereit, da der Konzern diese Android-Versionen nicht mehr unterstützt.
Wie schnell das Update auf einem einzelnen Smartphone ankommt, hängt vom jeweiligen Hersteller ab. Pixel-Geräte erhalten Googles Patches direkt, bei anderen Marken kann es Wochen oder Monate dauern.
Wie läuft ein Angriff mit der SMS des Todes ab?
Die manipulierten Nachrichten werden über die veraltete WAP-Push-Technologie verschickt und verarbeiten sich automatisch im Hintergrund. Nutzer bemerken den Angriff nicht: Die Nachricht erscheint nicht im Posteingang, und es ist keine Reaktion nötig.
Schon eine einzige präparierte Nachricht genügt, um den Telefondienst abstürzen zu lassen und bestehende Verbindungen zu kappen, auch Notrufe sind davon nicht ausgenommen.
Nach wiederholter Verarbeitung kann das Gerät im Wiederherstellungsmodus landen.
Rund 20 manipulierte Nachrichten machen ein Smartphone laut Blaszczyks Untersuchungen für längere Zeit praktisch unbrauchbar.
Bei Testläufen führte bereits eine einzige Nachricht tagelang zu immer neuen Abstürzen, in anderen Versuchen hielten die Probleme bis zu sieben Tage an.
Was können Android-Nutzer jetzt tun?
Smartphone-Besitzer sollten zunächst prüfen, ob für ihr Gerät bereits ein aktuelles Sicherheitsupdate verfügbar ist. Wer bereits in der Neustartschleife steckt, sollte auf keinen Fall die Option „Wipe data“ wählen, da dadurch sämtliche Daten auf dem Smartphone gelöscht werden.
Eine Wiederherstellung ist stattdessen mit einem Computer und dem Android Debug Bridge Werkzeug möglich. Blaszczyk rät Laien, die sich damit nicht auskennen, im Fachhandel um Hilfe zu bitten.
Die Mineralölsteuer sinkt um 6,7 Cent pro Liter, die Margen der Mineralölwirtschaft werden zusätzlich begrenzt – zusammen ergibt das zwölf Cent Entlastung pro Liter.