Mindestens 14 Passagierflüge waren am 5. November 2026 von Bombendrohungen gegen Flugzeuge betroffen. Maschinen mussten außerplanmäßig landen, wurden von Kampfjets eskortiert oder auf Militärflugplätze umgeleitet. Bei keiner der Kontrollen fand sich Sprengstoff an Bord.
Wer an diesem Tag auf einen Anschlussflug nach Rom, Wien oder Prag wartete, bekam die Folgen direkt zu spüren: Anzeigetafeln zeigten plötzlich Verspätungen, Gates wurden gewechselt, und am Vorfeld kreisten Jets, die eigentlich nicht zum gebuchten Flug gehörten.
Kampfjets als Begleitschutz
Besonders deutlich zeigte sich das Ausmaß beim Flug der Aer Lingus von Dublin nach Rom. Der Airbus A320 mit 151 Passagieren und 6 Besatzungsmitgliedern wurde zum Militärflugplatz Évreux in der Normandie umgeleitet. Französische Kampfjets begleiteten die Maschine, die gegen 10 Uhr sicher landete. Eine Kontrolle ergab keinen Sprengsatz.
Auch eine Finnair-Maschine von Helsinki nach Rom erhielt Militärschutz: Italienische Kampfjets flogen die Begleitung, das Flugzeug kam sicher in Rom an. Am Flughafen Rom-Fiumicino kam es zeitweise zu Einschränkungen im Flugbetrieb.
Alarm in mehreren Ländern
Am Flughafen Wien gingen insgesamt vier Warnungen gegen Flüge mit Bezug zum Standort ein. Eine Wizz-Air-Maschine auf dem Weg von Mailand nach Warschau landete deshalb außerplanmäßig in Wien, ein weiterer Flug der Fluggesellschaft Jettime kam dort planmäßig an.
In Bulgarien traf es drei Ryanair-Maschinen: Zwei Flugzeuge aus Kopenhagen und Madrid landeten in Sofia, ein drittes aus London wurde nach Plowdiw umgeleitet. Eine LOT-Maschine landete außerplanmäßig in Brüssel, und gegen vier Flugzeuge auf dem Weg nach Prag gingen ebenfalls Bombendrohungen ein. Zwei Maschinen von Aegean Airlines aus Athen und Thessaloniki konnten dagegen planmäßig in Wien und Mailand landen.
Herkunft bleibt unklar
Laut aerobuzz.de gingen innerhalb weniger Tage bei europäischen Behörden und Airlines mindestens 22 Bombendrohungen ein, die sich auf Flüge zu acht europäischen Zielen bezogen. Demnach richteten sich die Drohungen gegen sechs verschiedene Airlines. Wer hinter den Drohungen steckt, ist demnach bislang nicht bekannt.
Alle bedrohten Flugzeuge wurden von Sicherheitskräften untersucht, in keinem Fall fand sich Sprengstoff. Für Reisende bedeutet das zwar Entwarnung bei der Sicherheit, aber auch zusätzliche Wartezeit: Nach einer Kontrolle müssen Fluggesellschaften die Maschine und oft auch die Besatzung neu disponieren, bevor es weitergeht.
Vorfall vom 3. November
Die Drohwelle vom 5. November 2026 war nicht die erste in jener Woche. Bereits am 3. November 2026 hatten Bombendrohungen gegen europäische Flüge zu Sicherheitsmaßnahmen geführt, der Flughafen Warschau musste vorübergehend schließen. In Rom kamen damals Luftwaffeneinheiten zum Einsatz. Auch bei diesen Kontrollen wurden keine gefährlichen Gegenstände entdeckt.
Ein unbekannter Anrufer gab sich in Wien als Kriminalbeamter aus und brachte eine ältere Frau mit einer erfundenen Festnahme-Geschichte dazu, Bargeld und Gold zu übergeben.
Die Einkommensgrenze für die Pendlerbeihilfe steigt in der Steiermark um 20 % auf 42.000 Euro brutto, der Antrag für 2025 muss aber bis 31. Dezember 2026 gestellt sein.