In Wien hat ein unbekannter Mann eine 84 Jahre alte Frau am Mittwoch, dem 4. November 2026, telefonisch dazu gebracht, Wertsachen auszuhändigen. Er gab sich als Beamter der Kriminalprävention aus. Die Masche folgt einem Muster, das die Polizei immer wieder bei Betrugsmaschen gegen Senioren beobachtet.
Der Anrufer behauptete, unter der Identität der Frau sei bei einer Bank ein betrügerisches Geldbeheben versucht worden. Eine angebliche Täterin sei deswegen bereits festgenommen worden, erklärte er ihr am Telefon. Damit die Ermittlungen weitergeführt werden könnten, müsse sie als Zeugin die Polizeiarbeit unterstützen.
Wie der falsche Polizist das Vertrauen gewann
Unter diesem Vorwand forderte der Mann die Frau auf, ihre Bargeldbestände und Wertgegenstände zur angeblichen Überprüfung bereitzustellen. Die Begründung: Die Gegenstände müssten gescannt werden, um sie von möglicherweise gefälschtem oder markiertem Geld zu unterscheiden. Die Frau übergab daraufhin Bargeld sowie Gold an einen unbekannten Mann.
Eine Einschätzung zur Höhe des entstandenen Schadens nannte die Polizei nicht öffentlich.
Diese Masche richtet sich gezielt gegen ältere Menschen
Nach Angaben der Polizei richtet sich diese Form des Betrugs, bei der sich Täter als Polizeibeamte ausgeben, besonders gegen ältere Menschen. Die Täter nutzen dabei typischerweise zwei Varianten: Entweder wird den Opfern vorgegaukelt, sie seien ein mögliches Ziel für Einbrecher, oder sie sollen als vermeintliche Zeugen die Polizeiarbeit unterstützen, wie im aktuellen Fall.
Beide Varianten setzen auf dieselbe Mechanik: Eine Respektsperson wie ein Polizist ruft an, erzeugt mit einer dringlichen Geschichte Druck und verlangt im Gegenzug Bargeld oder Wertsachen, angeblich zur Sicherung oder Überprüfung. Die Masche funktioniert, weil sie glaubwürdig klingt und den Angerufenen keine Zeit zum Nachdenken lässt.
Typische Merkmale der Betrugsmasche
Die Polizei beschreibt wiederkehrende Elemente, an denen sich diese Betrugsmasche erkennen lässt:
Der Anrufer gibt sich als Beamter einer speziellen Abteilung wie der Kriminalprävention aus.
Er konstruiert eine Geschichte rund um einen angeblichen Bankbetrug oder eine bevorstehende Festnahme.
Er fordert die Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen unter einem technischen Vorwand wie dem Scannen auf Fälschungen.
Das Opfer soll sich als Zeuge oder potenzielles Einbruchsopfer verstehen und entsprechend kooperieren.
Was der Fall für den Umgang mit unbekannten Anrufern bedeutet
Echte Polizeibeamte fordern am Telefon weder die Übergabe von Bargeld noch von Schmuck oder anderen Wertgegenständen, das bestätigt die Polizei im Zusammenhang mit dieser Betrugsform. Solche Fälle können nach Angaben der Polizei zu erheblichen finanziellen Verlusten führen, auch wenn die genaue Höhe im Einzelfall nicht immer bekannt wird.
Wer einen Anruf dieser Art erhält, kann direkt bei der eigenen Dienststelle nachfragen, statt der Nummer oder den Angaben des Anrufers zu vertrauen. Gerade bei dringlichen Geschichten über angebliche Festnahmen oder Bankbetrug lohnt es sich, das Gespräch zu beenden und selbst die bekannte Notrufnummer zu wählen.
Mindestens 14 Passagierflüge wurden am 5. November 2026 wegen Bombendrohungen umgeleitet oder von Kampfjets begleitet, Sprengstoff fand sich in keinem Fall.
Die Einkommensgrenze für die Pendlerbeihilfe steigt in der Steiermark um 20 % auf 42.000 Euro brutto, der Antrag für 2025 muss aber bis 31. Dezember 2026 gestellt sein.