Die Polizei Wien warnt vor einer Betrugsmasche, bei der sich Anrufer als Kriminalbeamte ausgeben und ihre Gesprächspartner zu vermeintlichen Zeugen erklären. Ein aktueller Fall aus Wien-Floridsdorf zeigt, wie die Täuschung abläuft und was Angerufene jetzt tun sollten: die Notrufnummer 133 wählen.
Die Masche mit dem falschen Polizisten ist kein neues Phänomen, folgt aber einem Muster, das immer wieder funktioniert. Ein Anrufer baut am Telefon eine dringliche Geschichte auf und bringt sein Gegenüber dazu, selbst aktiv zu werden – meist durch die Übergabe von Wertsachen an einen angeblichen Mitarbeiter.
Wie lief der Anruf in Wien-Floridsdorf ab?
Der Anrufer stellte sich als Beamter der Kriminalprävention vor. Er erzählte, eine Frau sei bei einem versuchten Bankbetrug festgenommen worden und habe dabei die Identität der Angerufenen verwendet. Damit erklärte er sie zur wichtigen Zeugin, die bei den Ermittlungen mitwirken müsse.
Diese Rolle verschaffte der Geschichte eine scheinbare Dringlichkeit und ließ kaum Raum für Zweifel. Wer glaubt, selbst in eine Ermittlung verwickelt zu sein, hinterfragt eine Forderung seltener als bei einem gewöhnlichen Anruf.
Was forderte der Anrufer konkret?
Im nächsten Schritt verlangte der Anrufer, Bargeld und Wertgegenstände einem angeblichen Polizeimitarbeiter zu übergeben. Diese würden anschließend von der Polizei gescannt, so die Begründung am Telefon. Die Angerufene übergab daraufhin einem ihr unbekannten Mann Bargeld und Goldschmuck.
Der Anrufer gab sich als Kriminalbeamter aus.
Er konstruierte eine Festnahme mit missbrauchter Identität.
Er erklärte die Angerufene zur wichtigen Zeugin.
Er forderte die Übergabe von Wertsachen zum angeblichen Scannen.
Was rät die Polizei Wien jetzt?
Nach Angaben der Polizei Wien verlangt die echte Polizei grundsätzlich keine Wertgegenstände zur Verwahrung oder Registrierung. Eine solche Forderung am Telefon gilt demnach immer als Hinweis auf eine Betrugsmasche, unabhängig davon, wie überzeugend die Geschichte klingt.
Die Behörde empfiehlt, verdächtige Telefonate sofort zu beenden und die Nummer 133 zu wählen. Zur Identität des Anrufers sowie der Person, die die Wertsachen abholte, liegen bislang keine näheren Angaben vor.
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