Das DB Museum in Nürnberg zeigt ab dem 13. November 2026 eine Projektpräsentation zur Rolle von Bahnhöfen bei NS-Verbrechen. Die Eröffnung findet bereits am Vorabend statt und ist öffentlich zugänglich.
Grundlage der Schau ist das Bundesprogramm MemoRails, das sich mit der NS-Geschichte an Bahnhöfen auseinandergesetzt hat. Finanziert wurde das Vorhaben durch die Kulturstaatsministerin im Bund sowie durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ). Insgesamt haben 13 Organisationen aus Deutschland an dem Programm teilgenommen.
Welche Projekte zeigt die Ausstellung?
Fünf Projekte bilden den Kern der Schau und werden auf großen Stelen jeweils ausführlich dargestellt. Sie reichen von regionalen Spurensuchen bis zu Biografien einzelner Betroffener und machen sichtbar, wie unterschiedlich die Bahn in die NS-Verfolgung eingebunden war.
Ein Projekt aus Meppen befasst sich mit Verfolgung, Deportation und Zwangsarbeit in der Region.
Ein Projekt aus Böhlen thematisiert die Treibstoffproduktion und Zwangsarbeit im Umfeld der Brabag.
Ein Beitrag aus Neumünster schildert anhand von sechs Lebensgeschichten Verfolgung und Widerstand vor Ort.
Ein Projekt aus Cottbus zeigt, wie der dortige Bahnhof zugleich Ausgangspunkt für Deportationen, Durchgangsstation für Gefangenentransporte und Umschlagplatz für Zwangsarbeit war.
Hinzu kommt eine Website aus Weiden, die den Transport von Häftlingen in das Konzentrationslager Flossenbürg nachzeichnet. Grundschüler aus Brandenburg haben zudem Erklärfilme mit eigenen Zeichnungen entwickelt, die von Verfolgung und Zwangsarbeit berichten. Filme, Audioaufnahmen und QR-Codes sollen die Inhalte an den Stelen zusätzlich vertiefen.
Warum widmet sich das DB Museum diesem Thema?
Die Eisenbahn war nach Angaben der Deutschen Bahn ein zentrales Instrument der NS-Vernichtungspolitik. Millionen Menschen wurden mit der Bahn in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Bahnhöfe und Eisenbahnanlagen dienten demnach zugleich als Orte der Ausbeutung durch Zwangsarbeit.
Wie können Interessierte zur Eröffnung kommen?
Zur Eröffnung am Abend des 12. November 2026 ab 18 Uhr sind im DB Museum Nürnberg grundsätzlich alle Interessierten willkommen. Eine vorherige Anmeldung ist jedoch Voraussetzung für die Teilnahme.
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