Ein iranischer Fernsehsender meldet, in der Straße von Hormus seien vier Tanker durch Minen zerstört worden. Die Meldung stammt von den Revolutionsgarden und ist bislang nicht unabhängig bestätigt. Die Meerenge zwischen Iran und der arabischen Halbinsel gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Ölexporte weltweit.
Schon Gerüchte über Störungen an dieser Route lassen den Ölpreis an den Rohstoffmärkten nervös reagieren – und der Ölpreis wirkt sich mittelfristig auf den Preis an der Zapfsäule aus. Konkrete Zahlen zu Spritpreisen in Österreich oder Deutschland liegen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht vor.
Was die Revolutionsgarden angeben
Laut den Revolutionsgarden hätten die betroffenen Tanker versucht, eine Route in der Meerenge zu befahren, die der Iran nicht genehmigt habe. Der Iran verlangt stattdessen, dass Schiffe eine von ihm festgelegte Route entlang seiner eigenen Küste nehmen. Der Iran habe seine Angriffe auf Schiffe entlang der südlichen Route in der Meerenge zuletzt intensiviert.
Angriffe seit Februar
Die aktuelle Meldung reiht sich in eine längere Entwicklung ein: Seit Ende Februar 2026 werden in der Straße von Hormus und der weiteren Golfregion wiederholt Schiffe angegriffen. Das US-Militär schützt kommerzielle Frachter dort seit Monaten mit nahezu ständiger Luftunterstützung. Die Lage in der Region gilt seither als angespannt, auch wenn es bislang nicht zu einer vollständigen Sperrung der Route gekommen ist.
Warum die Route so wichtig ist
Durch die Straße von Hormus läuft ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Rohöls. Fällt die Route ganz oder teilweise aus, geraten Angebot und Nachfrage an den Ölmärkten schnell aus dem Gleichgewicht.
Das wirkt sich in der Regel zuerst auf den Barrel-Preis aus, mit einiger Verzögerung dann auf Diesel und Benzin an deutschen und österreichischen Tankstellen. Wie stark und wie schnell das diesmal geschieht, lässt sich derzeit nicht beziffern, weil eine unabhängige Bestätigung der vier zerstörten Tanker noch aussteht.
Was als Nächstes feststeht
Gesichert ist bislang vor allem der Rahmen: Die Angriffe in der Region laufen seit Ende Februar 2026 an, der Iran verlangt eine eigene Küstenroute, und das US-Militär begleitet Frachter seit Monaten mit Luftunterstützung. Ob die Meldung über die vier zerstörten Tanker zutrifft und welche Folgen sie für Ölpreis und Spritpreise in Österreich und Deutschland konkret hat, ist offen.
Erst gab es kleine Auszahlungen fürs Liken von Produkten, dann sollten immer höhere Summen fließen – am Ende stand ein Schneeballsystem mit vorgetäuschter Kontosperre als Druckmittel.