In der Nacht auf den 24. Oktober 2026 sind die Temperaturen in Österreich an mehreren Orten deutlich unter den Gefrierpunkt gefallen. Mit minus 8 Grad war die Messstation Liebenau-Gugu in Oberösterreich der kälteste Ort des Landes.
Damit reiht sich die Nacht in eine Serie kühler Herbstnächte ein. Mehrere der jetzt genannten Kältepole waren schon im vergangenen Winter für besonders tiefe Werte bekannt.
Welche Orte zählen zu Österreichs Kältepolen?
Hinter Liebenau-Gugu folgte Schwarzau im Freiwald in Niederösterreich mit minus 7,3 Grad als zweitkältester Ort. Auch in anderen Bundesländern sackte das Quecksilber spürbar ab.
St. Michael im Lungau meldete minus 5,5 Grad.
Seckau in der Steiermark kam auf minus 5,3 Grad.
St. Jakob im Defereggental in Tirol verzeichnete minus 5 Grad.
Mariapfarr im Lungau lag bei minus 4,8 Grad.
Weitere Minuswerte gab es unter anderem in Tamsweg mit minus 4,7 Grad, in Zwettl mit minus 4,2 Grad, in Zeltweg mit minus 3,9 Grad und in Neumarkt mit minus 3,8 Grad.
Wie kalt wurde es dort im vergangenen Winter?
Liebenau-Gugu und Schwarzau im Freiwald gehören zu den Orten, die bereits im vergangenen Winter und zu Jahresbeginn 2026 mit besonders tiefen Temperaturen auffielen. In Liebenau-Gugu wurden damals Werte bis minus 29 Grad gemessen, in Schwarzau im Freiwald bis minus 28,4 Grad.
Beide Orte liegen in Senken, in denen sich kalte Luft in klaren, windstillen Nächten besonders gut sammelt. Das erklärt, warum sie schon jetzt, mitten im Oktober, zu den kältesten Punkten Österreichs zählen.
Wie schnell ändert sich die Lage für Pendler und Autofahrer?
Wie schnell die Temperaturen an solchen Orten schwanken, zeigt die Station in Schwarzau im Freiwald auf 788 Metern Seehöhe. Nach der Tiefsttemperatur von minus 7,3 Grad um 07:00 Uhr am Freitagmorgen stieg der Wert bis zur Messung um 08:50 Uhr bereits wieder auf 1,4 Grad.
In den vergangenen 24 Stunden fiel an der Station kein Niederschlag, die stärkste Windböe hatte 40 km/h erreicht. Über die vergangenen drei Tage kamen insgesamt 8,6 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zusammen, der Großteil davon am Donnerstag mit 4,6 Litern.
Solche schnellen Temperatursprünge nach klaren, kalten Nächten sorgen vor allem in schattigen oder tief gelegenen Streckenabschnitten dafür, dass Restfeuchte am Morgen noch gefrieren kann. Wer in den betroffenen Regionen früh unterwegs ist, trifft dort eher auf vereiste Stellen als tagsüber bei höheren Werten.
Die bereitgestellten Informationen stammen direkt aus dem TAWES-Messstellennetz der GeoSphere Austria, welches Messwerte in hoher Frequenz übermittelt. Da es sich hierbei um ungeprüfte Primärdaten handelt, sind vereinzelte Abweichungen oder technische Messfehler nicht gänzlich auszuschließen.
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