Ein Nagel in einem Halloween-Schokoriegel hat in Ludwigshafen für einen Polizeieinsatz gesorgt. Ähnliche Funde meldet die Polizei inzwischen aus mindestens sechs Bundesländern.
Funde reichen von Rheinland-Pfalz bis Niedersachsen
Die Frau aus Ludwigshafen hatte den Schokoriegel am 31. Oktober 2026 zwischen 18 und 20 Uhr gemeinsam mit ihrem Sohn und weiteren Personen im Bereich Roter Hof und Grüner Hof gesammelt. Woher der präparierte Riegel stammte, ist bislang nicht geklärt. Nach Angaben der Polizei gehen bundesweit weitere Meldungen über manipulierte Halloween-Süßigkeiten ein.
Eine Verletzung ist bereits bekannt
Beide Mädchen in Hermeskeil und Lünebach blieben unverletzt, weil sie den Fremdkörper rechtzeitig bemerkten. Glück hatte eine Neunjährige aus Bremervörde nicht: Sie verletzte sich beim Essen eines Schokoriegels an der Zunge. In dem Riegel steckte laut Polizei eine Stecknadel. Weitere Funde von Nadeln, Nägeln und anderen Metallgegenständen wurden aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen gemeldet.
Ursache bleibt unklar
Wer die Süßigkeiten präpariert hat und aus welchem Grund, ist nach Angaben der Polizei bislang nicht bekannt. Auch ein möglicher Zusammenhang zwischen den einzelnen Fällen lässt sich derzeit nicht herstellen. Ob Nachahmung oder soziale Netzwerke bei der Häufung eine Rolle spielen, konnte die Polizei nicht bestätigen.
Einen organisierten Ursprung oder eine bestimmte Online-Challenge gibt es nach aktuellem Ermittlungsstand nicht. Bereits in früheren Jahren waren in Deutschland Metallgegenstände in Halloween-Süßigkeiten aufgetaucht, das Phänomen ist also nicht neu. Mehrere Polizeibehörden ermitteln nun wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung.
Was die Polizei rät
Eltern sollen gesammelte Halloween-Süßigkeiten vor dem Verzehr genau prüfen, rät die Polizei. Beschädigte oder auffällige Verpackungen können demnach auf eine Manipulation hinweisen. Wer einen verdächtigen Fund macht, soll die Süßigkeit nicht essen und die Polizei informieren.
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