In Graz haben zwei Frauen beim Naschen ihrer Halloween-Ausbeute kleine Würmer in einer Süßigkeit entdeckt. Zuvor hatten sie bereits einen Teil der gesammelten Süßigkeiten gegessen. Der Fund reiht sich in eine Serie von gemeldeten Fällen ein, bei denen in Österreich Nägel oder metallische Gegenstände in Halloween-Süßigkeiten gefunden wurden.
Wer wie viele andere Menschen in der Steiermark am Freitagabend mit Kindern unterwegs war oder selbst eine Tüte voller Riegel und Lutscher mit nach Hause brachte, kennt das Ritual: Die Ausbeute landet auf dem Küchentisch und wird gleich probiert. Genau in diesem Moment bemerkten die beiden Frauen die Würmer in ihrer Schokolade und entsorgten danach die komplette restliche Ausbeute.
Woher die Süßigkeiten stammten, ist unklar
Die Herkunft der betroffenen Süßigkeiten lässt sich nicht mehr nachvollziehen, ebenso wenig, wie die Würmer in die Verpackung gelangten. Beides blieb nach dem Fund offen.
Der Fall steht nicht allein. Österreichweit wurden acht Fälle bekannt, bei denen Nägel oder andere metallische Gegenstände in Halloween-Süßigkeiten steckten. Betroffen waren die Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg.
Elf deutsche Bundesländer melden ähnliche Funde
Die Serie endet nicht an der Grenze. Aus elf deutschen Bundesländern wurden ähnliche Funde mit Fremdkörpern in Halloween-Süßigkeiten gemeldet, auch aus Ungarn liegen vergleichbare Meldungen vor.
Wegen der Häufung richtete das Bundeskriminalamt die Sonderkommission Treat ein. Sie bündelt die Fälle aus mehreren Bundesländern und soll klären, ob ein Zusammenhang zwischen den Funden besteht.
Was Betroffene jetzt tun sollten
Für alle, die noch Halloween-Süßigkeiten zu Hause liegen haben, gibt die Polizei eine klare Empfehlung: Verpackungen vor dem Essen auf Beschädigungen und Fremdkörper prüfen.
Verpackungen vor dem Essen auf Risse, Löcher oder Klebespuren kontrollieren.
Süßigkeiten mit auffälligem Geruch, Farbe oder Konsistenz nicht essen.
Verdächtige Funde nicht wegwerfen, sondern samt Verpackung aufbewahren.
Verdachtsfälle der Polizei melden, damit die Soko Treat sie erfassen kann.
Wer einen Fund macht, hilft den Ermittlern damit am meisten: Nur erhaltene Beweisstücke lassen sich auf Herkunft und Ursache untersuchen.
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