Die Inflation im Oktober 2026 ist nach einer vorläufigen Schätzung des Statistischen Bundesamtes auf 2,8 Prozent gesunken. Damit setzte sich der im Vormonat begonnene Rückgang fort, wie die Behörde mitteilte.
Wer im Supermarkt an der Kasse steht, merkt den Unterschied kaum: Die Entlastung zeigt sich vor allem in der Jahresbilanz, nicht im Portemonnaie von heute auf morgen.
Energie bremst kaum
Der Hauptgrund für anhaltend hohe Lebenshaltungskosten bleibt die Energie. Energiepreise lagen im Oktober 2026 um 12,2 Prozent über dem Vorjahreswert, im September waren es noch 14,9 Prozent. Strom für Neukunden kostete im Oktober sogar etwa ein Siebtel mehr als ein Jahr zuvor.
Kernrate sinkt stärker
Ohne Energie und Nahrungsmittel lag die sogenannte Kernrate im Oktober bei 2,1 Prozent, nach 2,4 Prozent im September. Waren insgesamt kosteten etwa drei Cent je ausgegebenem Euro mehr, Dienstleistungen verteuerten sich um 2,5 Prozent. Nahrungsmittel legten moderat um 0,4 Prozent zu. Der für europäische Vergleiche berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex lag auf demselben Niveau wie der nationale Wert.
Rechenbeispiel
Der Abstand zwischen Energie und Kernrate zeigt, wie ungleich die Teuerung verteilt ist: 12,2 Prozent minus 2,1 Prozent ergeben 10,1 Prozentpunkte Unterschied. Die Energiepreise steigen damit mehr als fünfmal so stark wie die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel.
Endgültige Zahlen folgen
Bei der Zahl vom 30. Oktober 2026 handelt es sich noch um einen vorläufigen Wert. Das Statistische Bundesamt will die endgültigen Ergebnisse für Oktober 2026 am 11. November 2026 veröffentlichen.
Zusätzlicher Druck auf die Energiekosten entsteht durch die Strom-Umlagen, die 2027 um fast 23 Prozent steigen sollen. Das Konsumklima für November 2026 ist bereits weiter gefallen, während die Europäische Zentralbank ihren Leitzins zuletzt unverändert gelassen hat.
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