E-Bike-Akkus auf Lithium-Ionen-Basis verkraften meist zwischen 500 und 1.000 vollständige Ladezyklen, bevor die Kapazität spürbar nachlässt. Danach lässt die Reichweite merklich nach. Mit einfachen E-Bike-Akku-Tipps zum Laden und Lagern lässt sich dieser Verschleiß deutlich hinauszögern.
Teilladungen statt volle Aufladung schonen die Zellen
Ein Ladezyklus bedeutet nicht zwingend eine komplette Aufladung von 0 auf 100 %: Er kann sich auch aus mehreren Teilladungen zusammensetzen, etwa aus zweimaligem Laden von 50 auf 100 %. Nach konsequent vollständigen Ladezyklen bleiben häufig nur noch 70 bis 80 % der ursprünglichen Reichweite übrig. Wer seinen Akku pfleglich behandelt, kann dennoch oft mehrere Jahre mit demselben Akku fahren, bevor ein Austausch nötig wird.
Teilladungen zwischen 30 und 80 Prozent schonen die Zellen
Statt den Akku täglich voll aufzuladen, empfiehlt es sich, ihn nur bis etwa 80 bis 90 % zu laden, besonders bei regelmäßiger Nutzung. Aufgeladen werden sollte er, sobald die Restladung auf etwa 20 bis 30 % gesunken ist, um Tiefentladungen zu vermeiden. Teilladungen gelten generell als vorteilhaft für die Lebensdauer. Günstiger als tägliches Laden für kurze Strecken ist es, den Akku nur ein paar Mal pro Woche ans Ladegerät zu hängen.
Temperatur und Ladegerät beeinflussen die Haltbarkeit
Optimale Lade- und Lagertemperaturen liegen zwischen 10 und 25 Grad Celsius. Über 30 Grad Celsius altern die Zellen schneller, unter 10 Grad Celsius sinken Leistung und Reichweite spürbar. Nach längeren Fahrten sollte der Akku deshalb rund 30 Minuten abkühlen, bevor er ans Ladegerät angeschlossen wird. Verwendet werden sollte dabei stets das vom Hersteller empfohlene Ladegerät, um Über- oder Unterladung zu vermeiden.
Wer das E-Bike länger stehen lässt, sollte das beachten
Steht das E-Bike über längere Zeit, braucht der Akku eine eigene Pflege. Dabei helfen vier Punkte, die beim Einlagern oft übersehen werden:
Der Akku sollte bei einer Kapazität zwischen 40 und 60 % eingelagert werden.
Bei längerer Nichtnutzung sollte der Akku bei 10 bis 15 Grad Celsius gelagert werden.
Der Ladezustand sollte alle paar Monate kontrolliert werden.
Fällt die Kapazität unter 30 %, sollte der Akku nachgeladen werden.
Ungenutzte Akkus verlieren an Kapazität und sollten regelmäßig benutzt werden, um die Zellen aktiv zu halten.
Was die richtige Pflege für E-Bike-Fahrer bedeutet
Wer diese E-Bike-Akku-Tipps beim Laden, Lagern und Temperieren beachtet, schiebt den Verschleiß deutlich hinaus und spart sich damit auf lange Sicht den teuren Ersatzkauf eines neuen Akkus. Am einfachsten lässt sich das umsetzen, indem der Akku ein paar Mal pro Woche statt täglich geladen wird und dabei nicht ständig an der 100-Prozent-Grenze hängt.
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