In den Alpen und im Bayerischen Wald wird ab der Nacht zum 1. November 2026 Schneefall erwartet. Die Schneefallgrenze liegt bei etwa 1.000 Metern, oberhalb davon sind einige Zentimeter Neuschnee möglich. Das deutsche Flachland bleibt von diesem Wintereinbruch verschont.
Wer am Wochenende auf einer Passstraße oder einer höher gelegenen Landstraße im Alpenvorland unterwegs ist, bekommt den Unterschied schnell zu spüren: Noch im Tal reicht ein Pullover, ein paar hundert Höhenmeter weiter liegt bereits eine dünne Schneedecke.
Ein Höhentief schiebt ab Samstagabend kältere Luft in höheren Luftschichten in den Südosten Deutschlands, in tieferen Alpenlagen und im Alpenvorland ist dabei überwiegend mit Regen zu rechnen. In klaren Nächten kann es örtlich zusätzlich frieren.
Wie groß ist der Temperaturunterschied zwischen Nord und Süd?
Am Sonntagvormittag zeigt sich das Land geteilt: Im Südosten werden Höchstwerte um 6 Grad erwartet, im Nordwesten dagegen bis zu 13 Grad. Der Bayerische Wald gehört zum betroffenen Schneefallgebiet, auch dort liegen die Schneechancen oberhalb von rund 1.000 Metern. Für Schwarzwald, Harz, Thüringer Wald und Erzgebirge lässt sich aus dem aktuellen Südost-Schneegebiet dagegen keine flächendeckende Schneeankündigung ableiten.
Auf der Zugspitze liegt bereits Schnee: Dort fielen in den vergangenen Tagen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee. Das ist zu dieser Jahreszeit keine Überraschung – klimatologisch fallen auf der Zugspitze und den höchsten Alpengipfeln erste Schneefälle bereits im September, in Lagen oberhalb von etwa 1.500 Metern häufig zwischen September und Oktober.
Höhere Mittelgebirge wie der Feldberg erleben ihren ersten Schnee meist im Oktober oder November, im deutschen Flachland dauert es in der Regel bis Ende November oder Dezember.
Was der frühe Schnee für den weiteren Winter bedeutet
Dass es jetzt schon in den Bergen schneit, lässt noch keinen Rückschluss auf den weiteren Winterverlauf zu: Ein früher Schneefall gilt nicht als verlässlicher Indikator für einen kalten Winter. Auch die genaue Schneefallgrenze wird meist erst wenige Tage vor einem konkreten Ereignis zuverlässig bestimmt, ein konkreter Kaltlufteinbruch lässt sich üblicherweise erst sieben bis zehn Tage im Voraus sinnvoll beurteilen.
Einen alternativen Blick auf den Winter liefert der Hundertjährige Kalender, der auf Wetteraufzeichnungen des Zisterziensermönchs Mauritius Knauer aus den Jahren 1652 bis 1658 zurückgeht.
Einen wissenschaftlichen Beleg für einen solchen exakten Hundert-Jahre-Rhythmus gibt es jedoch nicht.
Der Kalender sieht Schnee erst ab Dezember
Für November 2026 sagt der Hundertjährige Kalender keinen Schneefall voraus: Nach einem freundlichen Start soll es demnach windig und regnerisch werden, ab dem 17. November trüb und gefroren, zum Monatsende erneut Regen statt Schnee.
Erst ab dem 1. Dezember soll laut Kalender viel Schnee auf bereits nassen Boden fallen, vom 2. bis 4. Dezember wird starker Wind erwartet, am 5. Dezember erneut viel Schnee. Mitte Dezember soll es demnach sehr kalt werden, zum Jahreswechsel rechnet der Kalender mit reichlich Schnee und eisiger Kälte vor Silvester.
Wetter-Experte Dominik Jung bezeichnet die Dezember-Prognose als ziemlich mild.
Für Dezember 2026 rechnet Jung in großen Teilen des Landes mit Temperaturen, die etwa ein bis zwei Grad über dem langjährigen Mittelwert von 1991 bis 2020 liegen.
Im Osten und Süden Deutschlands wird laut Jung für Dezember 2026 eine Abweichung von bis zu drei Grad über dem Klimamittel erwartet.
Der Januar 2026/2027 soll laut amerikanischem Wettermodell CFS flächendeckend zu warm ausfallen, mit bis zu drei Grad Abweichung nach oben in ganz Deutschland.
Was Autofahrer jetzt im Blick behalten sollten
Wer am Wochenende in die Berge fährt, sollte mit winterlichen Verhältnissen rechnen, während es im Flachland trocken bleibt. Da sich die genaue Schneefallgrenze erst kurzfristig verlässlich festlegen lässt, lohnt sich vor einer Fahrt in höhere Lagen ein Blick auf die aktuelle Vorhersage kurz vor Antritt der Strecke.
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